Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsparungen durch Einsatz von MES

07.02.2006


Digital Factory verzeichnet deutliches Wachstum
Schwerpunkt 2006: Manufacturing Execution Systems (MES)

Die Digital Factory im Rahmen der HANNOVER MESSE 2006 verzeichnet ein deutliches Wachstum an Ausstellern und Ausstellungsfläche. Mit 250 Unternehmen aus zehn Ländern erwartet die Deutsche Messe AG rund 12 Prozent mehr Aussteller als im vergangenen Jahr. Die Ausstellungsfläche ist nach dem Erfolg 2005 um über 20 Prozent auf rund 5 000 Quadratmeter gewachsen.


Im Fokus der Digital Factory stehen in diesem Jahr insbesondere die Manufacturing Execution Systems (MES), mit denen viele Unternehmen noch enorme Einsparpotenziale nutzen können. "In der Produktion stecken noch Sparpotenziale, hier können wir in den Unternehmen noch effizienter werden", unterstreicht Rainer Glatz, VDMA-Geschäftsführer des Fachverbandes Software.

MES sind eine Gruppe von Softwarelösungen, die Fertigungsabläufe im Unternehmen transparent machen. Diese IT-Instrumente sammeln und verarbeiten eine Vielzahl von Informationen aus der Betriebs- und Maschinendatenerfassung (BDE/MDE). Sie reduzieren diese Daten auf wenige relevante Informationen, wie sie auf der Managementebene eines Unternehmens gebraucht werden. Darüber hinaus liefern sie detaillierte Angaben zu den Material- und Fertigungskapazitäten einzelner Maschinen und unterstützen so die Steuerung der Anlagen. Mit den MES können auch Engpässe oder unvorhergesehen auflaufende Aufträge problemlos gesteuert und bewältigt werden. MES machen veraltete Fertigungspläne überflüssig. Sie liefern dem Maschinenführer die Ist-Situation der Produktion in Echtzeit. So kann sich dieser stets für die effizienteste Fertigungsreihenfolge entscheiden oder Maschinen genau dann zur Wartung freigeben, wenn diese im aktuellen Produktionsprozess nicht benötigt werden. MES sind praktisch der Nachfolger des klassischen Maschinenleitstandes. "MES helfen durch zeitnahes Agieren, Engpässe zu vermeiden und die Folgen von Störungen zu minimieren", so Dr. Jürgen Kletti, Geschäftsführer der MPDV Mikrolab GmbH. Sie seien daher ein wesentlicher Teil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Fertigung, so Dr. Kletti weiter.

Darüber hinaus ermöglichen MES eine konsequente Rückverfolgung und tragen so zur Qualitätssicherung bei. Vom Wareneingang bis zum fertigen Produkt kann ein Unternehmen nachvollziehen, welche Komponenten wann unter welchen Prozessbedingungen von welchem Werker verbaut wurden. Darüber hinaus bieten MES auch eine kostengünstige Möglichkeit, die Produktionsplanung effizienter zu gestalten: So können bestimmte Fertigungsszenarien mit den von MES gesammelten Daten in einer Simulation betrachtet werden, ohne dass Ressourcen für einen tatsächlichen Umbau der Produktion verbraucht wurden. So sind MES ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Digitalen Fabrik.

Die Digital Factory stellt die MES daher neben dem Product Lifecycle Management (PLM) ins Zentrum der Ausstellung. Die Aussteller präsentieren die gesamte Bandbreite industrieller Software-Anwendungen. Damit bietet die Digital Factory Lösungen zu sämtlichen Softwarefragen entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Das Konzept trägt der zunehmenden Bedeutung von vernetzten Teilsystemen Rechnung. Als Ergänzung zum Ausstellungsprogramm stellt das Forum Digital Factory eine informative Plattform für Vorträge und den Erfahrungsaustausch dar. Für den Messebesucher bieten sich darüber hinaus weitere Synergien durch die benachbarten Fachmessen zur Prozess- und Fabrikautomation INTERKAMA+ und Factory Automation.

Tanja Gerhardt | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Praxisnah: Rittal zeigt umfassende Lösungskompetenz für Industrie und IT
24.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Key Enabling Technologies auf der HANNOVER MESSE 2017
08.03.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise