Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr verdienen durch Materialeffizienz

21.04.2008
Mittelständische Unternehmen können beim Material pro Jahr durchschnittlich 270.000 Euro einsparen. Auf der Hannover Messe informieren Experten über lohnende Maßnahmen und Fördermittel.

Materialausgaben machen im produzierenden Gewerbe circa 40 Prozent der Produktionskosten aus - mit ansteigender Tendenz. Sie sind deshalb für Sparmaßnahmen eine besonders lohnende Quelle. "Über Materialeffizienzmaßnahmen können deutsche Unternehmen jährlich bis zu 100 Milliarden Euro einsparen", betont Thomas Zuleger, Leiter des Referats Industrielle Gemeinschaftsforschung und Förderung innovativer Wachstumsträger im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).

Um die Einsparmöglichkeiten in ihrem Betrieb zu erkunden, können mittelständische Firmen das vom BMWi angebotene Förderprogramm VerMat nutzen. Es übernimmt für eine Erstberatung - eine sogenannte Potenzialanalyse - bis zur Gesamthöhe von 10.000 Euro zwei Drittel der Beraterkosten. Die bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH angesiedelte Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) in Berlin ist mit der Durchführung des VerMat-Programms beauftragt. "Wir helfen bei der Antragstellung und der Beratersuche", betont Agentur-Leiter Mario Schneider.

Welche beachtlichen Summen Firmen durch einen effizienteren Materialverbrauch einsparen, fanden jüngst das Wuppertal Institut für Umwelt und Energie GmbH und die BSR Sustainability GmbH in Karlsruhe bei der Auswertung von mehr als 160 durchgeführten Potenzialanalysen heraus: Die Institute ermittelten in mittelständischen Unternehmen ein durchschnittliches Einsparpotenzial von 4.000 Euro je Mitarbeiter und Jahr. Im Durchschnitt sind das jährlich 270.000 Euro pro Firma beziehungsweise 2,7 Prozent des Umsatzes. Einsparpotenziale von sogar bis zu acht Prozent machten die Forscher bei kleinen Unternehmen mit bis zu zehn Millionen Euro Umsatz aus.

Um die Materialeffizienz zu steigern und Kosten zu senken, müssen Firmen oftmals nicht einmal viel Geld investieren: Bei einem Drittel der in den Potenzialanalysen vorgeschlagenen Maßnahmen lagen die Aufwendungen bei unter 50.000 Euro und die Amortisationszeiten in aller Regel deutlich unter einem Jahr.

Knapp die Hälfte der Maßnahmen ließen sich unmittelbar ohne Investitionen umsetzen - beispielsweise mit innerbetrieblichen Veränderungen wie einer Optimierung von Montagelinien, Verringerung der Materialvielfalt oder der Rückführung von Werkstoffen in den Fertigungsprozess.

Wer in seinem Betrieb in Sachen Materialeinsparung fündig geworden ist, kann eine ebenfalls vom BMWi geförderte Vertiefungsberatung anschließen. Sie enthält eine detaillierte Planung der unternehmensspezifischen Maßnahmen, Beratung über staatliche Förderung und andere Finanzierungsquellen für diese Maßnahmen sowie eine umfassende Begleitung und Unterstützung während der Umsetzungsphase. Der Maximalzuschuss für beide Fördermaßnahmen beträgt insgesamt 99.000 Euro.

Beratung auf der Hannover Messe:
Vom 21. bis zum 25. April 2008 informieren die Experten der Deutschen Materialeffizienzagentur in Halle 2, Stand D 02, über lohnende Materialeinsparmöglichkeiten und über das Förderprogramm VerMat.

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.vdivde-it.de
http://www.demea.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics