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Mit Distanzmessung, Biopolymer-Sonderanalytik und dem Zentrum für Kolloide und Grenzflächen auf der Hannover Messe

18.04.2008
Bayern auch durch Bayreuther Forscher innovativ
Neuartige dreidimensionale Distanzmessung ermöglicht hohe Überwachungsrate

Dass Bayern besonders auch mit Bayreuther Forschern innovativ ist, wird in der kommenden Woche bei der größten Industriemesse, der Hannover Messe 2008, offenbar. Denn auf dem bayerischen Gemeinschaftsstand von „Bayern innovativ“ (Halle 2, Stand 54) sind gleich drei verschiedene Bayreuther Wissenschaftlergruppen präsent: die Angewandte Informatik, die Biopolymerforschung sowie das Bayreuther Zentrum für Kolloide und Grenzflächen BZKG).

Mit dem Exponat "Kamerasystem zur räumlichen Distanzüberwachung" ist der Lehrstuhl für Angewandte Informatik III (Robotik und Eingebettete Systeme) vertreten.

Das vorgestellte System ermöglicht eine Distanzmessung im dreidimensionalen Raum zwischen bekannten Objekten (z.B. Roboter oder Ausstellungsstück) und unbekannten Objekten (z.B. Mensch). Dazu werden eine oder mehrere fest installierte Kameras zur Detektion unbekannter Objekte verwendet. Das System besteht ausschließlich aus kostengünstiger Standardhardware und arbeitet mit einer hohen Überwachungsrate. Mit Hilfe eines solchen Systems lassen sich beispielsweise Ausstellungsstücke in Museen überwachen oder aber auch die Sicherheit bei einer Koexistenz bzw. Kooperation zwischen Mensch und (Industrie-)roboter gewährleisten.

Gegenüber anderen Systemen, welche im Wesentlichen statische Zonen überwachen, beispielsweise mittels Lasertechnik oder seit neuem auch mittels Stereokameras, ermöglicht das hier beschriebene System Distanzberechnungen zu objektgebundenen dynamischen Zonen. Die hohe Überwachungsrate bietet Distanzinformation besonders zeitnah. Das Exponat zeigt live die Distanzberechnung zwischen einem zu überwachenden Gegenstand und einem hineingreifenden Menschen. Die Distanz wird sowohl mit einem Ampelsystem als auch am separaten Monitor aus Sicht der Kamera visualisiert.

Bayreuther Exponat mit Anwendungsszenario

Das Bayreuther Zentrum für Kolloide und Grenzflächen (BZKG) ist auf der Hannover Messe in seiner Funktion als wichtiges regionales wie überregionales Forschungs- und Transferzentrum vertreten, präsentiert sich als quasi selbst.

Die Kolloidchemie an der Universität Bay-reuth stellt seit vielen Jahren international anerkannte Spitzenforschung dar. Zusammen mit der Grenzflächenforschung, der Makromolekularen Chemie und der Forschung Keramischer Materialien ergibt sich eine Gesamtkompetenz, mit der eine Vielzahl kolloidchemischer Probleme auf wissenschaftlichem Niveau bearbeitet werden können. Die enge Zusammenarbeit mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der chemischen Industrie hat für das BZKG Tradition und reicht von der gemeinsamen Bearbeitung kolloidchemischer Fragestellungen bis hin zur Weiterbildung von Mitarbeitern. Das BZKG präsentiert also in Hannover seine Fähigkeiten zur Kooperation vor allem mit mittelständischen Firmen, die ihrerseits nicht über umfangreiche Forschungsabteilungen verfügen.

Der Bayreuther Lehrstuhl Biopolymere ist schließlich mit Sonderanalytik von Biopolymeren vor Ort, die für die Lebensmittelbranche, aber auch für Pharma- und Biotechnologieunternehmen von Interesse ist.

Ursula Kueffner | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

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