Anzeige
In der aktuellen Wirtschaftskrise drohen Unternehmen das Vertrauen ihrer Mitarbeiter zu verspielen. Ob Unternehmensfusionen, Outsourcing, Kurzarbeit oder gar drohende Entlassungen - jede Maßnahme führt bei den Mitarbeitern zu erheblicher Verunsicherung.
Wenn dann hektisch eine Aktion von der nächsten überholt wird, geht der wahrgenommene Sinn verloren und Vertrauen schwindet. Um gestärkt aus der Krise zu kommen, spielt daher die (Rück-)Gewinnung von Vertrauen bei den Betroffenen eine Schlüsselrolle. Hier setzt ein aktuelles Projekt des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) e.V., Bochum und des Instituts für Kirche, Management und Spiritualität (IKMS), Münster an.
Konjunkturelle Schieflagen gehen regelmäßig mit weitreichenden organisatorischen Veränderungsprozessen einher. Jede Rationalisierungswelle setzt bei den Mitarbeitern ein hohes Maß an zum Teil schmerzhaften Anpassungen voraus. Gerade erst abgeschlossene Maßnahmen werden oft nach kurzer Zeit durch das nächste Effizienzsteigerungs- und Kosteneinsparprogramm ersetzt. Doch wenn die notwendige "Schlankheitskur" in eine krankhafte "Magersucht" umzuschlagen droht, werden Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft der Mitarbeiter oft erheblich strapaziert.
Wenn dann auch noch die Anerkennung von Veränderungsleistungen ausbleibt oder gar negative Konsequenzen befürchtet werden, droht das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Veränderungen zu schwinden. Die Wirtschaftskrise wird dann schnell zu einer Vertrauenskrise.
Mit diesem aktuellen Thema befassen sich das IAI e.V. an der Ruhr-Universität Bochum und das IKMS der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster. Die beiden wissenschaftlichen Einrichtungen haben sich im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts das Ziel gesetzt, Lösungsansätze zum Erhalt und zur (Wieder-)Gewinnung von Vertrauen bei organisatorischen Veränderungen zu erarbeiten und zu erproben.
Als Anwendungspartner beteiligen sich mehrere namhafte Unternehmen. Durch das Projekt werden Impulse gesetzt, die Bereitschaft zur Veränderung wach zu halten und somit die Innovationskraft unseres Landes nachhaltig zu stärken.
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Vorstandsvorsitzender des IAI e.V. betont die Bedeutung des Vertrauens gerade in Zeiten wie diesen: "Es dauert Jahrzehnte, bis Vertrauen aufgebaut wird, aber nur wenige Augenblicke, bis es verspielt ist. Gerade in turbulenten Phasen wirkt Vertrauen wie ein Katalysator und kann zum Schlüsselfaktor für den Erfolg von organisatorischen Veränderungen werden."
Weiterführende Informationen zu dem neu gestarteten Projekt erhalten Sie in Kürze auf der Internetseite http://www.iai-bochum.de.
Ansprechpartner: Dr. Horst Kunhenn, Tel.: 0234/97117-0, Fax: 0234/97117-20, E-Mail: horst.kunhenn@iai-bochum.de
Dr. Horst Kunhenn | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.iai-bochum.de
Weitere Berichte zu: Gewinnung > IAI > IKMS > Innovationskraft > Kosteneinsparprogramm > Vertrauenskrise > Vertrauensmanagement > Veränderungsleistungen > Wirtschaftskrise
Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:
Dorfläden sollen die Versorgung ländlicher Gemeinden sicherstellen
09.03.2010 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences
New leadership tool promotes health in organisations
08.03.2010 | Schwedischer Forschungsrat - The Swedish Research Council
Anzeige
Anzeige
Technik für Sortierung von Post liest Autokennzeichen
11.03.2010 | Informationstechnologie
Gefahr erkannt, Gefahr noch nicht gebannt
11.03.2010 | Informationstechnologie
TU Delft improves production of chemicals from wood waste
11.03.2010 | Biowissenschaften Chemie
Innovation trifft Investor: Deutsches Eigenkapitalforum 2010 in Dresden
11.03.2010 | Veranstaltungsnachrichten
EuGH und BVerfG stärken Datenschutz in Deutschland
11.03.2010 | Veranstaltungsnachrichten
Reibung und Verschleiß berechenbar machen
11.03.2010 | Veranstaltungsnachrichten