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Jeder vierte Beschäftigte ist „Ü50“

08.06.2011
Noch nie arbeiteten in Deutschland so viele Ältere: Mehr als sieben Millionen oder über ein Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war im Jahr 2010 über 50 Jahre alt, und ihr Anteil wird weiter wachsen.

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Das zeigt der aktuelle Altersübergangsreport aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Er wurde im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung erstellt.


Die Arbeitswelt wird nicht nur aufgrund des demographischen Wandels „älter“, also weil die geburtenstarken Jahrgänge in die Jahre kommen. Auch mehr Frauen arbeiten und ein Trend zum späteren Renteneintritt ist festzustellen – für beide Geschlechter, in Ost- und Westdeutschland sowie in allen Qualifikationsstufen.

„Angesichts dieser positiven Entwicklungen darf aber nicht aus dem Blick geraten, dass nur eine Minderheit die heutige Regelaltersgrenze von 65 Jahren in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung erreicht“, warnt der IAQ-Arbeitsmarktforscher Dr. Martin Brussig.

Wie die IAQ-Berechnungen auf Grundlage der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigen, bestehen zwischen den Branchen große Unterschiede: überdurchschnittlich viele Ältere sind etwa in der öffentlichen Verwaltung tätig, in der vier von zehn Mitarbeitern über 50 sind (39,1 Prozent). Auf jeden Dritten trifft das im Bergbau, in der Energieversorgung, Abwasserwirtschaft und im Wohnungswesen zu. Allerdings gibt es in diesen Branchen einen hohen Anteil von Altersteilzeit – viele der als beschäftigt Registrierten sind faktisch nicht mehr im Betrieb tätig.

Besonders niedrig ist die Zahl der Älteren im Gastgewerbe sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche. Auch im Baugewerbe liegt der Ü50-Anteil mit 23 Prozent klar unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten (26,2 Prozent).

Weitere Informationen:

Dr. Martin Brussig, Tel. 0203/379-3931, martin.brussig@uni-due.de
Redaktion: Claudia Braczko, Tel. 0170/8761608, presse-iaq@uni-due.de

Katrin Braun | Quelle: Universität Duisburg-Essen
Weitere Informationen: www.iaq.uni-due.de/auem-report/2011/auem2011-02.php

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