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Start für europäisches Suizidpräventionsprogramm

30.10.2008
Die Europäische Kommission fördert innerhalb ihres 7. Forschungsrahmenprogramms mit 2,9 Millionen Euro ein Projekt, in dem 14 europäische Partner ein Suizidpräventionsprogramm entwickeln und überprüfen.

"Mit dem Programm soll ein Konzept für die Suizidprävention entwickelt werden, das Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso einschließt wie Möglichkeiten einer effizienten Umsetzung im europäischen Maßstab.", sagt Professor Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig und Koordinator des Projektes.

Das Projekt beinhaltet folgende Komponenten:

1. Untersuchung von Suizidraten: Analyse der Unterschiede in einzelnen europäischen Ländern und Installation von vergleichbaren Methoden für die Erhebung und Evaluation von Suizidalität in Europa.

2. Entwicklung eines mehrstufigen Präventionsprogramms, das die Arbeit in Gemeinden zugrundelegt und in vier europäischen Modellregionen (Leipzig in Deutschland, Limerick in Irland, Miskolc in Ungarn, Amadora in Portugal) erstmalig angewandt werden soll.

3. Evaluierung des Präventionsprogramms in den vier europäischen Modellregionen. Erfasst werden hierfür die Suizide und Suizidversuche; Einstellungen der Bevölkerung zu Suizidalität und Depression, Medienberichterstattung und Medikamentenverschreibung sowie gesundheitsökonomische Aspekte und Daten, die die Durchsetzung des Suizidpräventionsprogramms dokumentieren.

4. Verbreitung der Definitionen, Richtlinien und Materialien als optimales Suizidpräventionsprogramm in Europa

5. Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

An dem über vier Jahre laufenden Projekt sind 14 europäische Partner beteiligt: Deutschland (Universität Leipzig, Medizinische Fakultät (Koordinator), Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Würzburg, GABO:mi Gesellschaft für Ablauforganisation :milliarium mbH & Co. KG), Estland (Estonian-Swedish Mental Health and Suicidology Institute), Großbritannien (London School of Economics; University of Stirling), Belgien (Katholieke Universiteit Leuven, LUCAS), Niederlande (Trimbos-instituut / Netherlands Institute of Mental Health and Addiction), Irland (National Suicide Research Foundation), Ungarn (Semmelweis University Budapest, Institute of Behavioural Sciences), Slowenien (IVZ Institute of Public Health, University of Primorska, PINT) und Portugal (Faculdade de Ciências Médicas da Universidade Nova de Lisboa).

Der Grundstein für das europäische Suizidpräventionsprogramm wurde mit dem Nürnberger Bündnis gegen Depression gelegt, das als einzigartiges Modellprojekt die Versorgung depressiver Menschen verbessern wollte. Das Nürnberger Bündnis umfasste die Kooperation mit niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Hausärzten, Öffentlichkeitskampagnen, die Kooperation mit und das Training von Multiplikatoren wie Pfarrer, Sozialarbeiter, Lehrer und Medien sowie Angebote und Unterstützung für Betroffene und Angehörige. Mit der Ausweitung des Nürnberger Konzepts auf andere europäische Länder wurde das von der Europäischen Kommission geförderte Europäische Bündnis gegen Depression (European Alliance Against Depression, www.EAAD.net ) gegründet.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ulrich Hegerl
Telefon: 0341 97-24530
E-Mail: Ulrich-Hegerl@medizin.uni-leipzig.de
Katrin Gottlebe
Telefon: 0341-9724583
E-Mail: katrin.gottlebe@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.eaad.net
http://www.uni-leipzig.de/aktuell/index.php?pmnummer=2008228
http://www.ospi-europe.com

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