Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sag’mir, was Du hörst, und ich sag‘ Dir, wer Du bist – die Clubszene in Frankfurt am Main im Fokus

27.09.2010
Auf die Frage nach Zusammenhängen zwischen Musikgeschmack, Clubbesuch und demografischen Merkmalen gibt es neue Antworten: Für Trance- und Technofans steht die Musik am stärksten im Vordergrund; Freunde gemischter Programme flirten auch mal gerne; und Rock ist etwas für Jüngere; wohingegen die große Zeit des Eurodance in den 90ern die Trancegemeinde heute alt aussehen lässt. Bei einem Durchschnittsalter von 33 Jahren besitzt sie aber die größte Kaufkraft.

Das ist das Ergebnis einer empirischen Studie von Benjamin Leis innerhalb der Frankfurter Clubszene. Leis hat an der accadis Hochschule Bad Homburg das duale Bachelorprogramm International Business Administration im Jahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. Betreut wurde die Studie von Professor Florian Pfeffel, Leiter des Fachbereichs Management and Strategy der Wirtschaftshochschule.

Befragt wurden während der Studie Discobesucher der vier Musikrichtungen Techno, Trance und Rock sowie eines gemischten Musikprogramms rund um House und HipHop. Darüber hinaus auch Kinobesucher als Vergleichsgruppe alternativer Freizeitgestaltung. Dabei stellen die beiden ersten Spielarten der elektronischen Musik (Techno und Trance) sowie der Rock sehr fokussierte Musikgeschmäcker dar, wohingegen mit den Besuchern eines gemischten Musikprogramms (House/HipHop) der Mainstream abgebildet wurde, also diejenigen, die auf die Frage Welche Musik hörst Du? meist antworten: Ach, eigentlich alles!

Bei allen Musikrichtungen hat sich eine annähernd ähnliche – und wenig überraschende – Reihenfolge der Motive ergeben. An erster Stelle wird der Clubbesuch damit begründet, auf die Musik tanzen zu wollen. Dazu kommt als zweiter Aspekt das gemeinsame Erleben des Clubs mit Freunden. Neue Leute kennenzulernen, steht an dritter Stelle und an vierter Position die Gelegenheit für einen Flirt.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie ist der demografische Faktor. Der Altersschnitt der Clubbesucher unterscheidet sich nämlich zwischen den Musikrichtungen deutlich mehr als erwartet. Rock scheint in erster Linie von Jüngeren favorisiert zu werden und könnte daher wieder – sicher zur Freude der musikalisch im Abseits geglaubten 68er-Generation – im Kommen sein. Der „Ältestenrat“ wird von der Trancegemeinde angeführt, die sich hier von den bisher meist in einem Atemzug genannten, aber im Schnitt 10 Jahre jüngeren Technofans unterscheidet.

Ein Trancefan ist im Schnitt 33 Jahre alt, wobei mehr als 50 % der Befragten in der Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren lagen und 12 % sogar älter als 40 waren. Die große Zeit der elektronischen Musik in den 90ern des vergangenen Jahrtausends mit Spielarten wie Eurodance, Trance oder Happy Hardcore hat eine treue Fangemeinde hervorgebracht, die noch heute leidenschaftlich ihre Musik feiert.

Der ausführlichen Artikel erscheint in der aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin Oktober 2010) der Zeitschrift „denkpunkt“, die von der accadis Hochschule Bad Homburg zweimal im Jahr herausgegeben wird.

Dieter Hintermeier | idw
Weitere Informationen:
http://www.accadis.com

Weitere Berichte zu: Clubszene Eurodance Musikrichtungen Techno Technofans Trance Trancegemeinde

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise