Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Dazwischensein" als Lebensform. Studien zu den Lebenswelten von Frauen in Afrika

08.08.2011
"BIGSASworks!" heißt eine neue Publikationsreihe, die von den Doktorandinnen und Doktoranden der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) ins Leben gerufen wurde. Der erste Band mit dem Titel "Women's life worlds 'in-between'" befasst sich mit den Lebenswelten von Frauen in Afrika.

Die erstmalig veröffentlichten Forschungsbeiträge zeigen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, wie sich tradierte Rollen in Familie und Beruf angesichts eines rapiden sozialen Wandels verändern.

Die Junior Fellows der BIGSAS wollen in der neuen Reihe eigene afrikabezogene Studien vorstellen, die im Zusammenhang mit ihren Doktorarbeiten entstanden sind. Der Name "BIGSASworks!" ist Programm: Er bringt die wissenschaftliche Dynamik der Graduiertenschule zum Ausdruck, die zu eigenständigen Forschungsbeiträgen ermutigt. Ein mehrstufiges Peer-Review-Verfahren gewährleistet dabei die wissenschaftliche Qualität der veröffentlichten Arbeiten.

Vier Doktorandinnen der BIGSAS – Antje Daniel, Katharina Fink, Lena Kroeker und Jaana Schütze – sind die Herausgeberinnen des ersten Bandes. Mit dem Titel "Women's life worlds 'in-between'" wollen sie zum Ausdruck bringen, dass das "Dazwischensein" für viele Frauen in Afrika heute zu einer Lebensform geworden ist - geprägt von tiefgreifenden Unsicherheiten, von widerstreitenden Normen und gesellschaftlichen Erwartungen, von neuen Chancen, aber auch neuen Einschränkungen. Ein Vorwort von Prof. Dr. Erdmute Alber, die an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Sozialanthropologie innehat, und eine Einleitung der Herausgeberinnen reflektieren diese Entwicklung mit Bezug auf aktuelle sozialwissenschaftliche, feministische und genderbezogene Debatten.

"BIGSASworks!" versteht sich in vieler Hinsicht als ein Gemeinschaftsprojekt. Zu den Kooperationspartnern zählt insbesondere das Institut für Afrikastudien (IAS), ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Universität Bayreuth. "BIGSASworks!" erscheint daher in der online-Schriftenreihe "Bayreuth African Studies Working Papers", die vom IAS herausgegeben wird.

Kurzinformationen zu den einzelnen Forschungsbeiträgen:
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/25-2011.pdf
Veröffentlichung:
Antje Daniel, Katharina Fink, Lena Kroeker and Jaana Schütze,
Women's life worlds 'in-between',
Bayreuth African Studies Working Papers No. 7
Im WWW zum Download unter:
http://opus.ub.uni-bayreuth.de/volltexte/2011/857/pdf/BIGSASworks.pdf

Christian Wißler | Universität Bayreuth
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/25-2011.pdf
http://opus.ub.uni-bayreuth.de/volltexte/2011/857/pdf/BIGSASworks.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Werden weibliche Führungskräfte anders wahrgenommen als männliche?
10.02.2016 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht Weniger Stress durch starkes Gruppengefühl
09.02.2016 | Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Messkampagne POLSTRACC: Starker Ozonabbau über der Arktis möglich

Die arktische Stratosphäre war in diesem Winter bisher außergewöhnlich kalt, damit sind alle Voraussetzungen für das Auftreten eines starken Ozonabbaus in den nächsten Wochen gegeben. Diesen Schluss legen erste Ergebnisse der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Messkampagne POLSTRACC nahe, die seit Ende 2015 in der Arktis läuft. Eine wesentliche Rolle spielen dabei vertikal ausgedehnte polare Stratosphärenwolken, die zuletzt weite Bereiche der Arktis bedeckten: An ihrer Oberfläche finden chemische Reaktionen statt, welche den Ozonabbau beschleunigen. Diese Wolken haben die Klimaforscher nun ungewöhnlicherweise bis in den untersten Bereich der Stratosphäre beobachtet.

„Weite Bereiche der Arktis waren über einen Zeitraum von mehreren Wochen von polaren Stratosphärenwolken zwischen etwa 14 und 26 Kilometern Höhe bedeckt –...

Im Focus: AIDS-Impfstoffproduktion in Algen

Pflanzen und Mikroorganismen werden vielfältig zur Medikamentenproduktion genutzt. Die Produktion solcher Biopharmazeutika in Pflanzen nennt man auch „Molecular Pharming“. Sie ist ein stetig wachsendes Feld der Pflanzenbiotechnologie. Hauptorganismen sind vor allem Hefe und Nutzpflanzen, wie Mais und Kartoffel – Pflanzen mit einem hohen Pflege- und Platzbedarf. Forscher um Prof. Ralph Bock am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam wollen mit Hilfe von Algen ein ressourcenschonenderes System für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen verfügbar machen. Die Praxistauglichkeit untersuchten sie an einem potentiellen AIDS-Impfstoff.

Die Produktion von Arzneimitteln in Pflanzen und Mikroorganismen ist nicht neu. Bereits 1982 gelang es, durch den Einsatz gentechnischer Methoden, Bakterien so...

Im Focus: Einzeller mit Durchblick: Wie Bakterien „sehen“

Ein 300 Jahre altes Rätsel der Biologie ist geknackt. Wie eine internationale Forschergruppe aus Deutschland, Großbritannien und Portugal herausgefunden hat, nutzen Cyanobakterien – weltweit vorkommende mikroskopisch kleine Einzeller – das Funktionsprinzip des Linsenauges, um Licht wahrzunehmen und sich darauf zuzubewegen. Der Schlüssel zu des Rätsels Lösung war eine Idee aus Karlsruhe: Jan Gerrit Korvink, Professor am KIT und Leiter des Instituts für Mikrostrukturtechnik (IMT) am KIT, nutzte Siliziumplatten und UV-Licht, um den Brechungsindex der Einzeller zu messen.

 

Im Focus: Production of an AIDS vaccine in algae

Today, plants and microorganisms are heavily used for the production of medicinal products. The production of biopharmaceuticals in plants, also referred to as “Molecular Pharming”, represents a continuously growing field of plant biotechnology. Preferred host organisms include yeast and crop plants, such as maize and potato – plants with high demands. With the help of a special algal strain, the research team of Prof. Ralph Bock at the Max Planck Institute of Molecular Plant Physiology in Potsdam strives to develop a more efficient and resource-saving system for the production of medicines and vaccines. They tested its practicality by synthesizing a component of a potential AIDS vaccine.

The use of plants and microorganisms to produce pharmaceuticals is nothing new. In 1982, bacteria were genetically modified to produce human insulin, a drug...

Im Focus: Weltweit genaueste optische Einzelionen-Uhr

Als erste Forschergruppe weltweit haben Atomuhren-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) jetzt eine optische Einzelionen-Uhr gebaut, die eine bisher nur theoretisch vorhergesagte Genauigkeit erreicht. Ihre optische Ytterbium-Uhr erreichte eine relative systematische Messunsicherheit von 3 E-18. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht.

Als erste Forschergruppe weltweit haben Atomuhren-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) jetzt eine optische Einzelionen-Uhr gebaut, die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Frauen in der digitalen Arbeitswelt: Gestaltung für die IT-Branche und das Ingenieurswesen

11.02.2016 | Veranstaltungen

Deutsche Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Verhaltensmodifikation tagt in Mainz

10.02.2016 | Veranstaltungen

Bericht zur weltweiten Lage der Bestäuber

10.02.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Messkampagne POLSTRACC: Starker Ozonabbau über der Arktis möglich

11.02.2016 | Geowissenschaften

Siliziumchip mit integriertem Laser: Licht aus dem Nanodraht

11.02.2016 | Physik Astronomie

Große Sauerstoffquellen im Erdinneren: Neue Erkenntnisse der Hochdruck- und Hochtemperaturforschung

11.02.2016 | Geowissenschaften