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Neues Projekt fördert soziale Innovationen im Ruhrgebiet

17.06.2009
Zusammen lassen sich Probleme viel leichter lösen - Diese Erfahrung gilt für alle Lebensbereiche. Gesellschaftlichen Herausforderungen in Duisburg und im Ruhrgebiet widmet sich ein neues Projekt an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

METALOGE bieten als Instrument Unternehmern, Politikern und Bürgern eine Plattform, um miteinander gesellschaftliche Innovationen für die eigene Stadt zu erfinden und unternehmerisch in die Tat umzusetzen. Dabei wird zugleich erforscht, wie soziale Innovationen entstehen. Ein Workshop für Duisburger findet am 25. Juni statt.

"Eine bekannte Situation: Man sitzt mit Freunden gemütlich zusammen und spricht über Politik, Soziales, Bildung und Gesundheit. Dann steht plötzlich eine Idee im Raum und alle sind begeistert: Ja, das wäre die Lösung. So könnte man es angehen - aber uns fragt ja keiner... Bei uns hingegen sind die Bürger gefragt, ihre Ideen, ihre Kreativität und ihr Engagement", beschreibt der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Wolfgang Stark den Projektansatz.

Der Begriff Metalog ist eine Erweiterung des Dialogs, der zwischen zwei Parteien stattfindet. Metalog steht also für den Austausch zwischen mehreren Parteien zu einem gemeinsamen Thema. Die Idee, den METALOG als Instrument zur Förderung von sozialen Innovationen zu entwickeln, stammt vom Labor für Organisationsentwicklung der Uni Duisburg-Essen (orglab). Initiator des ersten METALOGES in Duisburg ist die Bürgerstiftung Duisburg gAG. Ziel der Bürgerstiftung ist dabei, innovativen Köpfen mehr Handlungsspielräume zu bieten, um gute Ideen erfolgreich für Duisburger Bürger nutzbar zu machen.

Kern der Konzeptes ist die bewusste Vernetzung unterschiedlicher Gesellschaftsbereiche wie Wirtschaft, Bürger und Verwaltung, denn nach neuesten Forschungsergebnissen sind Innovationen nur dann möglich, wenn sich unterschiedliche gesellschaftliche Institutionen und Personen zusammenschließen, gemeinsam und auf Augenhöhe Lösungen finden und diese auch gemeinsam in die Tat umsetzen. Das orglab will im Rahmen des Projektes mehrere Metaloge gründen und bis Juli 2010 u.a. untersuchen, welche Anforderungen für diese besondere Zusammenarbeit wichtig sind und welche Erfolgsfaktoren sich davon ableiten lassen.

In Duisburg geht dieser METALOG-Prozess am 25. Juni bereits in die dritte Runde. In diesem Workshop werden die besten der bisher erfundenen Innovationsideen ausgewählt und in Form von Prototypen für die Umsetzung in Duisburg vorbereitet. "Gesellschaftlich relevante Pionierprojekte sollen in Duisburg nicht mehr nur erdacht, sondern umgesetzt werden. Die Themen liegen auf der Hand: Bildung, Arbeit, Generationengerechtigkeit, Migration, Integration, Religion", sagt Stark. "So lassen sich gesellschaftliche Probleme in der Region auf neue Weise lösen. Eine solche innovative Idee ist in unseren Augen z.B. auch der Ruhr-Dax."

Der Einstieg in den ersten METALOG in Duisburg (Ideenstifter³) ist noch bis zum 20. Juni möglich. Interessierte Bürger melden sich dafür direkt bei der Bürgerstiftung Duisburg über Tel. 0203/393-8886, Fax: 0203/393-8887, info@buergerstiftung-duisburg.de

Weitere Informationen: Frauke Lange, Tel. 0201/183-4411, frauke.lange@uni-due.de

Katrin Braun | idw
Weitere Informationen:
http://www.orglab.org
http://www.buergerstiftung-duisburg.de

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