Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Programm zur Integration ausländischer Studierender an der Universität Trier

10.12.2009
Familien aus der Region gesucht

Über 12% der Studierenden der Universität Trier kommen aus dem Ausland, doch die Integration von deutschen und internationalen Studentinnen und Studenten ist oft schwierig. Viele ausländische Studierende finden keinen Anschluss an ihre deutschen Kommilitonen, während diese das internationale Potenzial der Uni wenig nutzen. Zum Wintersemester 2009/10 hat die Universität Trier Campus International gestartet - ein Projekt, das dies ändern will.

Campus International entwickelt unter Federführung des Akademischen Auslandsamtes Programme und Angebote, die der Integration deutscher und ausländischer Studierender dienen und macht sie als besonderes Lernangebot der Universität Trier sichtbar. Die interkulturelle Kompetenz, die deutsche und ausländische Studierende bei der Zusammenarbeit im Studium und bei kulturellen Begegnungen erwerben, wird künftig als Lernleistung offiziell anerkannt und kann in das Diploma Supplement (ein Zusatz zum Abschlusszeugnis in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen) eingetragen werden.

Das Programm vereint studienspezifische Maßnahmen und sozial-kulturelle Angebote für ganz unterschiedliche Zielgruppen: So wird zu Beginn des Wintersemesters den studentischen Tutoren, die mit international gemischten Gruppen arbeiten, ein neu konzipiertes interkulturelles Training angeboten, um sie auf ihre Arbeit noch besser vorzubereiten. Die neu eingerichtete Sprachlernberatung für ausländische Studierende sorgt dafür, dass diese zielgenau in den geeigneten Kurs kommen oder individuelle Lernwege finden. Im Programm "Uni-für-Zwei" des Internationalen Zentrums wird Studienanfängern aus dem Ausland bereits vor der Ankunft in Trier ein Ansprechpartner aus den Reihen der deutschen Studierenden vermittelt, der beim Eingewöhnen hilft und auf Augenhöhe Tipps geben kann.

Das Projekt möchte darüber hinaus auch Familien aus der Region und internationale Studierende zusammenbringen. Unter dem Motto "Trier(er) erleben" richtet es sich an Familien und Paare, die Interesse daran haben, für einen begrenzten Zeitraum einem internationalen Studierenden Einblicke in das Leben einer einheimischen Familie zu bieten. Die Gestaltung der Patenschaft liegt ganz bei der Familie und dem/der Studierenden. Möglich sind beispielsweise gemeinsame Unternehmungen, Ausflüge oder ein gemeinsamer Kochabend. Für diese Familien ist dies eine besondere Chance, über den eigenen Tellerrand zu schauen und eine neue Kultur kennenzulernen. Auch eine fremde Sprache kann ein spannender Zugewinn sein. Gleichzeitig sind die Familien Ansprechpartner bei ganz alltäglichen Fragen rund um das Leben in Trier (mehr zu "Trier(er) erleben" unter www.campus-international-trier.de oder bei Josiane Römer unter familie@iz-trier.de).

"Alle Studierenden können von Campus International profitieren", so die Projektkoordinatorin Stefanie Morgen. "Es ist nicht nur ein Unterstützungsangebot für ausländische Studierende, sondern bringt für alle beteiligten Studierenden durch das bewusste gemeinsame Arbeiten und Leben mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft einen persönlichen und fachlichen Zugewinn."

Campus International wurde im neuen "Programm zur Förderung der Integration" vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus über 100 Bewerbungen als eines von bundesweit 35 Modellprojekten ausgewählt und in eine zweijährige Förderung aufgenommen. "Entscheidend für den Erfolg war unter anderem die starke Unterstützung des Projekts durch die Hochschulleitung", sagt Birgit Roser, Leiterin des Akademischen Auslandsamts. "Integration kann nur gelingen, wenn die ganze Hochschule mitmacht. In Trier sind wir hier auf einem guten Weg."

Weitere Informationen:
Akademisches Auslandsamt
Projekt Campus International
Tel.: (+49) 651/ 201-3398
Email: campus-international@uni-trier.de

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://www.campus-international-trier.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise