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Neues Kompetenzzentrum an der Hochschule Niederrhein zur Altersforschung

29.07.2010
Altersforschung bekommt an der Hochschule Niederrhein einen noch höheren Stellenwert. Dafür wurde jetzt der Forschungsschwerpunkt „Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn“ zum Kompetenzzentrum „Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung – REAL“ aufgewertet. Fünf Professoren aus unterschiedlichen Fachbereichen forschen hier unter der Leitung von Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff und Prof. Dr. Christian Loffing zum Thema Alter.

„Die Frage, welche Rolle ältere Menschen künftig in unserer Gesellschaft spielen, ist noch offen“, sagt Engelbert Kerkhoff, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht und die Leitung des neu gegründeten Kompetenzzentrums an Christian Loffing übergibt. „Ebenso die Frage, welche Ressourcen unsere Gesellschaft den Älteren zur Verfügung stellen kann.“ Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die dahin führt, dass im Jahr 2020 rund 30 Prozent aller Deutschen über 60 Jahre alt sein werden (heute: 24 Prozent), gewinnt dieses Thema an Brisanz.

Das Thema Altersforschung spielt im Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein traditionell eine wichtige Rolle. Schon 1993 gründete Kerkhoff den Forschungsschwerpunkt „Kompetenz im Alter zwischen Routine und Neubeginn“. Weil man an der Richard-Wagner-Straße in Mönchengladbach schon damals nicht nur über ältere Menschen forschen und lehren wollte, sondern auch mit ihnen, entstand das Gasthörerprogramm FAUST, das bundesweit mittlerweile zu den größten und vielfältigsten Studienangeboten für Senioren an einer Fachhochschule gehört.

„Wir dürfen beim Thema Altersforschung nicht abwarten, was auf uns zukommt, sondern müssen aktiv den Prozess des demografischen Wandels begleiten“, sagt Prof. Dr. Christian Loffing, der ab März 2011 das Kompetenzzentrum „Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung“ alleine führen wird. Loffing forscht unter anderem zum Thema psychosoziale Probleme und die Bewältigungsstrategien pflegender Angehöriger. Er weiß, dass die alternde Gesellschaft nicht nur völlig neue Berufsbilder mit sich bringt, sondern auch gute Chancen für seine Studenten später auf dem Arbeitsmarkt.

Ergebnisse der interdisziplinären angewandten Forschung des bisherigen Forschungsschwerpunkts sind Studien zum Ernährungs- oder Kaufverhalten der älteren Menschen, zu ihrer Mobilität, ihrem sozialen Engagement, aber auch die Herstellung von Kleidung für pflegebedürftige Menschen. „Wir implementieren Praxismodelle, die für Städte oder Institutionen interessant sind, die sich mit dem Thema auseinandersetzen“, erklärt Loffing. Als besonders fruchtbar erweist sich dabei die Interdisziplinarität des Forschungsansatzes.

Die Geschäftsführung des neuen Kompetenzzentrums liegt bei Diplom-Gerontologin Sigrid Verleysdonk-Simons. Mitglieder sind die Professoren Dr. Peter Schäfer (Sozialwesen), Dr. Max Kreuzer (Sozialwesen), Nicolas Beucker (Design), Dr. Doris Kortus-Schultes (Wirtschaftswissenschaften) und Ute Detering (Textil- und Bekleidungstechnik).

Weitere Informationen erteilt Sigrid Verleysdonk-Simons, Geschäftsführung des Kompetenzzentrums Ressourcenorientierte Alter(n)sforschung – REAL der Hochschule Niederrhein: Tel.: 02161 186 5661; Email: sigrid.verleysdonk-simons@hs-niederrhein.de

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de

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