Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Forschungsprojekt von Prof. Kerstin Jürgens über "Grenzziehungen zwischen Arbeit und Leben"

14.04.2010
Die Frage, wie Menschen den Anforderungen der modernen Arbeitswelt begegnen, ist Thema eines neuen Drittmittelprojekts im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Die Soziologin Prof. Dr. Kerstin Jürgens untersucht mit ihrem Projektteam, wie es abhängig Beschäftigten gelingt, ihre Arbeits- und Lebenskraft wiederherzustellen, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Die Hans-Böckler-Stiftung fördert das Projekt von März 2010 bis August 2012.

Die Unternehmen in Deutschland stehen vor einer großen Herausforderung: Im Zuge des demographischen Wandels wird das Potenzial an Erwerbspersonen deutlich schrumpfen. Personalabteilungen reagieren darauf, indem sie zum einen neue Wege in der Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte gehen, zum anderen versuchen sie, die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten durch organisatorische Maßnahmen auf einem hohen Niveau zu halten. Die Daten der Krankenkassen- und Gesundheitsreporte lassen befürchten, dass gegenwärtig ein Verschleiß von Arbeitskraft stattfindet, der nicht nur für die einzelnen Betroffenen problematisch, sondern auch betriebs- und volkswirtschaftlich kostenträchtig ist.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, wie Beschäftigte auf veränderte Arbeitsanforderungen reagieren - und inwiefern sie Grenzen gegenüber solchen Erwartungen ziehen, die ihre Arbeitsfähigkeit oder ihre soziale Einbindung gefährden. Das Forschungsteam führt dazu Arbeitsplatzbeobachtungen, Expertengespräche und Beschäftigteninterviews in drei Unternehmen unterschiedlicher Branchen durch; ein Teil der Befragten wird nach einem Jahr wiederholt interviewt.

Die Ergebnisse des Projekts dienen dazu, Hinweise für eine nachhaltige Arbeitsorganisation zu gewinnen. Sie geben auch Auskunft über den generellen Wandel von Erwerbsarbeit und die Entwicklungsdynamik im Verhältnis von Arbeit und Leben. Zu erwarten ist nicht nur ein innovativer Beitrag zur betrieblichen Arbeitsgestaltung, sondern auch ein Erkenntnisgewinn über die Lebensführung in der heutigen Gesellschaft.

Ein Foto von Frau Prof. Dr. Kerstin Jürgens ist unter
http://www.uni-kassel.de/presse/pm/bilder/Pressefoto-Juergens.jpg abzurufen.
Info
Prof. Dr. Kerstin Jürgens
tel: (0561) 804 3133
e-mail: juergens@uni-kassel.de
Universität Kassel
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Fachgebiet Mikrosoziologie

Christine Mandel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de
http://www.boeckler.de/show_project_fofoe.html?projectfile=S-2009-313-3.xml

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie