Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Junior-Forschungsgruppe der Technischen Universität Dortmund untersucht soziale Randgebiete

25.09.2012
Die Stadt als gesunder Lebensort unabhängig von sozialer Ungleichheit (SALUS):
Dieses Forschungsziel eines neuen Juniorforschungsprojekts an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund hat die Jury des Wettbewerbs „Stadt der Zukunft“ überzeugt. Für das vielversprechende Konzept gab es beim Deutschen Stiftertag 2012 eine Fördersumme von 300.000 Euro und einen festlichen Empfang bei Bundespräsident Dr. Joachim Gauck auf Schloss Bellevue. Mit dem Geld finanziert SALUS nun fünf Promotionsstipendien. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Mit SALUS soll erforscht werden, wie sich die Gesundheit sozial benachteiligter Bewohnerinnen und Bewohner von Großstädten verbessern lässt. Diese sind in ihren Wohngebieten oft Mehrfachbelastungen wie starkem Verkehr, Industrieabgasen und sozialen Konflikten ausgesetzt. Das Projektkonzept wurde unter Leitung der Raumplanerinnen Prof. Dr. Sabine Baumgart, Dr. Andrea Rüdiger und Dr. Heike Köckler vom Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung an der TU Dortmund erarbeitet. Fünf Doktorandinnen und Doktoranden verschiedener Hochschulen werden ab 1. Januar 2013 in Dortmund und München untersuchen, welche Möglichkeiten es gibt, diesem Problem zu begegnen.

Beide Städte unterscheiden sich stark in ihrer Raumstruktur, aber auch in den sozio-demographischen Faktoren, wie etwa Kinderarmut (München ca. 9,5 % und Dortmund ca. 21 %). „Wir haben uns gerade für diese beiden Städte entschieden, weil Faktoren der sozialen Ungerechtigkeit in nahezu jeder Stadt existieren, unabhängig vom Gesamtstatus der Stadt“, sagt Dr. Andrea Rüdiger. „Besonders interessiert uns aber die Situation der Bewohnerinnen und Bewohner der Dortmunder Nordstadt, weil bei ihnen sehr viele Probleme zusammentreffen“, ergänzt Dr. Heike Köckler.

Das Projekt ist eine Kooperation der TU Dortmund, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Hochschule Fulda und der Universität Twente in Enschede (Niederlande) und nutzt Methoden der Stadtplanung und des Gesundheitswesens (Public Health). Aus den Erkenntnissen will die Projektgruppe Strategien für mehr Gesundheit trotz sozialer Benachteiligung entwickeln. Diese werden dann mit verschiedenen Organisationen als Planspiel simuliert und ausgewertet.
Beim Deutschen Stiftertag 2012 in Berlin gab es Anfang September für die Projektidee Lob und 300.000 Euro von der „Fritz und Hildegard Berg-Stiftung“. Auf Schloss Bellevue hatten die Dortmunder Forscherinnen dann beim festlichen Empfang Gelegenheit, Bundespräsident Dr. Joachim Gauck, den Schirmherren des Stiftertags, von ihrer Arbeit zu unterrichten. Mit dem Geld werden nun die Stipendien der Promotionsstudierenden finanziert. Bewerbungen für ein Stipendium sind ab sofort möglich.

Kontakt:
Dr. Heike Köckler
Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
Ruf: (0231) 755-2209
Email: heike.koeckler@tu-dortmund.de

Angelika Mikus | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund.de
http://www.jufo-salus.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive