Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt 2030

06.11.2013
Strategische Vorausschau auf Beschäftigung und Bildung mit Expertisen des Fraunhofer IAO

Der demografische Wandel und die sich wandelnde Arbeitswelt werden unseren Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren stark verändern. Ein Projektkonsortium hat unter Beteiligung des Fraunhofer IAO jetzt in der Prognose »Arbeitsmarkt 2030« Fachexpertisen und Szenarien erarbeitet, wie die Situation 2030 aussehen könnte. Die Ergebnisse sind als Open Access-Dateien frei verfügbar.

Wie sieht der Arbeitsmarkt in 20 Jahren aus? Was müssen Politik, Unternehmen und Arbeitskräfte tun, um den demografischen Wandel zu bewältigen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen? Antworten auf diese Fragen bietet eine neue Studie, die im Rahmen eines vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beauftragten Projekts entstanden ist.

Unter Beteiligung des Fraunhofer IAO hat ein Projektkonsortium in der Prognose »Arbeitsmarkt 2030« Fachexpertisen und Szenarien für Kompetenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt entwickelt. Diese beschreiben das mögliche Verhalten der Arbeitsmarktakteure und der politischen Institutionen in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit und im Umfeld einer internationalen Wirtschaft. Für Unternehmen eignet sich die Publikation als Kompass für die strategische Unternehmensentwicklung.

Die erste Besonderheit der Prognose besteht in ihrer Detailtiefe. So unterscheidet das verwendete Arbeitsmarktmodell 44 Wirtschaftszweige, 88 Berufsgruppen und 27 Fachrichtungen beruflicher Bildung. Die zweite Besonderheit liegt im methodisch kombinierten Blick auf die Frage, von welchen Faktoren künftige Entwicklungen abhängen und wo Optionen für die zukünftige Gestaltung des Arbeitsmarkts liegen: Vor der abschließenden Auswahl eines Entwicklungsszenarios wurden die Erkenntnisse aus sieben qualitativen Fachexpertisen zu zwei Szenarien verdichtet und als Grundlage für die quantitativen Modellrechnungen verwendet. Fünf Fachexpertisen der Projektpartner sind Trendanalysen zur den Themen makroökonomische Entwicklung, Globalisierung, Wertschöpfungsketten, Klimawandel und Umwelt sowie Demografie und Bildung.

Das Fraunhofer IAO hat zur Studie zwei Fachexpertisen über technologische Innovationen sowie über öffentliche und private Dienstleistungen beigetragen. Beide Expertisen betonen die Auswirkungen der möglichen Entwicklungen auf inhaltliche Qualifikationsentwicklungen und Kompetenzanforderungen von Beschäftigten. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der unterschiedlichen Verteilung der Beschäftigung über verschiedene Qualifikationsebenen, abhängig von entscheidenden Faktoren wie zum Beispiel der Arbeitsorganisation.

Die Fachexpertisen und Szenarien stehen als Open Access-Dateien zur Verfügung und können unter dem unten angegebenen Link als PDF kostenlos heruntergeladen werden. Der Prognosebericht selbst wurde als Printpublikation veröffentlicht.

Ansprechpartner:
Bernd Dworschak
Kompetenzmanagement
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon +49 711 970-2042
E-Mail: bernd.dworschak@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de
http://www.wbv.de/publikationenshop/Landingpages/6004383
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/dienstleistungs-und-personalmanagement/1224-kompetenzen-auf-dem-arbeitsmarkt-2030.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Deutschland wächst – aber nicht überall
24.04.2018 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics