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Kleine Änderungen, große Wirkungen

11.07.2013
In vielen Industrie- und Schwellenländern bekommen Frauen langfristig wieder mehr Kinder, in den weniger entwickelten Teilen der Welt dagegen verharren die Fertilitätsraten noch länger auf hohem Niveau als bisher angenommen.

So lauten wesentliche Korrekturen in den Grundannahmen der Vereinten Nationen (UN) bei der jüngst veröffentlichten Bevölkerungsprognose. Ursachen und Folgen kommentiert Thomas Büttner, ehemals stellvertretender Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung, im Interview mit dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Laut Hochrechnung macht das Bevölkerungswachstum erst im Jahr 2100 kurz vor der 11-Milliarden-Grenze Halt. Damit erreicht es nicht nur deutlich später einen Höhepunkt, sondern fällt vor allem höher aus als bislang erwartet. Im Interview analysiert Thomas Büttner aus unterschiedlicher Perspektive, wie sich das auswirkt: von Verteilungsfragen in den stark wachsenden Ländern Afrikas über Migration bis hin zu Schrumpfungskosten in den Industrienationen. Der Demograf hat die UN-Prognosen über Jahre mit entwickelt und geprägt und zeigt, wo die Ergebnisse trotz hochkomplexer Berechnungsprozesse an ihre Grenzen stoßen.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger Thinktank, der sich mit Fragen regionaler und globaler demografischer Veränderungen beschäftigt. Das Institut wurde 2000 als gemeinnützige Stiftung gegründet und hat die Aufgabe, das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern, neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.

Das Berlin-Institut erstellt Studien, Diskussions- und Hintergrundpapiere, bereitet wissenschaftliche Informationen für den politischen Entscheidungsprozess auf und betreibt ein Online-Handbuch zum Thema Bevölkerung.

Ruth Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.berlin-institut.org
http://www.berlin-institut.org/index.php?id=984

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