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Düsseldorf unter den ersten Städten, die weltweit ihre Offenheit messen

11.02.2011
Mit einem neuen Online-Service lässt sich erstmals die Offenheit von Städten messen, die mittlerweile als wesentliches Kriterium für wirtschaftliches Wachstum gilt: Der OPENCities Monitor, vom British Council und einem Netzwerk von Partnern in Auftrag gegeben, ist das Ergebnis dreijähriger Forschungsarbeit mit Mitteln des EU-Stadtentwicklungsprogramms URBACT. Das unabhängige Schweizer Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut „BAK BASEL Economics“ hat den OPENCities Monitor entwickelt.
Für Montag, 28. Februar 2011, lädt der British Council zu einer Vorstellung des OPENCities Monitor in Berlin ein

(Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, 10 bis 14 Uhr, s. http://www.britishcouncil.de/d/events/oc_monitor11.htm).

Düsseldorf, das aufgrund der Standortstärke Internationalität Platz drei im HWWI/Berenberg-Städteranking 2010 erreichte, gehört zu den 26 Städten weltweit, die ihre Offenheit gemessen haben. Denn laut OPENCities-Forschung trägt Offenheit dazu bei, wettbewerbsfähiger zu werden, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Lebensqualität aller Einwohner zu steigern. Entsprechend lautet die Definition von Offenheit: “die Fähigkeit einer Stadt, Bewohner aus aller Welt anzuziehen und ihnen zu ermöglichen, zum Erfolg dieser Stadt beizutragen” (“OPENCities Verstehen”, 2010).

Bislang ist die Offenheit von Städten nicht gemessen worden, weil es sich um ein multi-dimensionales und sehr komplexes Phänomen handelt. Viele Aspekte von Offenheit lassen sich aber durchaus analysieren, so dass der OPENCities Monitor mit 54 international vergleichbaren Indikatoren arbeitet. Die Indikatoren sind in elf Bereiche gruppiert, wie zum Beispiel Zugangsbegrenzungen, Vielfalt, internationale Veranstaltungen oder Bildung.

Relevante Informationen zu den 26 Städten aus aktuellen öffentlichen und kommerziellen Datenquellen sind nun allgemein zugänglich. Der OPENCities Monitor arbeitet zudem nicht mit Ranglisten, um einen negativen Wettbewerb zu vermeiden. Nutzer können ein Städteprofil erstellen, das zeigt, wie diese Stadt in jedem der elf Bereiche im Vergleich mit allen anderen Städten oder einer bestimmten Gruppe von Städten abschneidet. Auf diese Weise können Bürgermeister, Experten für Stadtentwicklung oder Journalisten zum Beispiel herausfinden, wie offen ihre Stadt gegenüber Migranten auftritt.

Der OPENCities Monitor verzeichnet außerdem Beispiele aus der Praxis, Hunderte Fallstudien und erfolgreiche Projektideen, die sich leicht auf andere Städte übertragen lassen. Die Fallstudien finden sich jeweils in den Schaubildern, die sich aus einer Abfrage ergeben.

Die beiden Düsseldorfer Fallstudien repräsentieren zwei wesentliche Projekte: Während sich das Programm „China goes DUS – DUS goes China“ innovativen Strategien zur Einbindung chinesischer Wirtschaftspartner widmet, konzentriert sich das Programm zur Förderung von Migranten-Selbstorganisationen auf die Unterstützung von Vereinen bereits ansässiger Migranten.

Der OPENCities Monitor versammelt auch Empfehlungen zu den Themenbereichen Internationalisierung, Leadership und Governance in Kommunen sowie Vielfaltsmanagement.

Der OPENCities Monitor ist auf http://www.opencities.eu, der Website des OPENCities-Projektes, kostenlos und komplett verfügbar.

Demonstrations-Videos in deutscher und englischer Sprache lassen sich unter http://www.britishcouncil.de/d/projects/opencities09.htm aufrufen.

Detlef Thelen | idw
Weitere Informationen:
http://www.britishcouncil.de/d/events/oc_monitor11.htm
http://www.opencities.eu

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