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Demografen mit überraschenden Projektionen

13.04.2010
Nr. 1/2010 von "Demografische Forschung Aus Erster Hand" nun erhältlich unter http://www.demografische-forschung.org.

Die Themen dieser Ausgabe sind:

Geburtenraten in vielen Industriestaaten steigen wieder
-Eine nachhaltige Trendumkehr scheint möglich-
Die Zeiten extrem niedriger Geburtenraten sind vorbei. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass Eltern die Geburt ihrer Kinder heute weniger aufschieben als früher. Dies legt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung Rostock und des Vienna Institute of Demography nahe.
Laizismus, Fundamentalismus oder Katholizismus?
-Projektionen der religiösen Zusammensetzung in den USA bis Mitte des 21. Jahrhunderts-

Die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung beeinflusst nicht nur demografische Faktoren, sondern auch soziale Aspekte, wie das Wahlverhalten und die Parteizugehörigkeit, sowie Einstellungen und Werte, zum Beispiel zu Schwangerschaftsabbruch oder Homosexualität. Für die USA gibt es zwar Prognosen, wonach es bis zur Mitte dieses Jahrhunderts eine nicht-weiße Mehrheit von US-Amerikanern geben wird, doch ist nichts über die künftige Entwicklung der Religionszugehörigkeiten bekannt, da das religiöse Bekenntnis im Zensus nicht erhoben wird. Eine neue Studie liefert die ersten Projektionen zu elf ethno-religiösen Kategorien in den USA bis zum Jahr 2043.

Häusliche Aufgabenteilung wandelt sich nur zögerlich
-Engagement der Männer in Deutschland vor allem bei der Kinderbetreuung gering-
Frauen übernehmen nach wie vor den größten Teil der mit Haushalt und Kinderbetreuung verbundenen Aufgaben. Ein Wandel hin zu einer eher ausgeglichenen Arbeitsteilung in Partnerschaften findet nur langsam statt. Vor allem Kinderbetreuung bleibt eine weibliche Domäne. Die Geburt des ersten Kindes bewirkt darüber hinaus einen Traditionalisierungsschub, der sich auch auf klassische Hausarbeiten auswirkt.
Kontakt:
Silvia Leek
Max-Planck-Institut für demografische Forschung
Konrad-Zuse-Str.1
18057 Rostock, Deutschland
Telefon: +49(381)2081-0
Telefax: +49(381)2081-443
E-Mail: redaktion@demografische-forschung.org

Silvia Leek | idw
Weitere Informationen:
http://www.demogr.mpg.de
http://www.oeaw.ac.at
http://www.rostockerzentrum.de

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