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Bundesweites Forschungsprojekt: Zur Bedeutung gesellschaftlicher Normen für die Lebensplanung

27.10.2011
Aus welchen Gründen entscheiden sich junge Menschen für einen Beruf? Welche sozialen und kulturellen Normen spielen bei ihrer Lebensplanung eine Rolle?

Diesen Fragen gehen die Projektleiterin Prof. Dr. Melanie Plößer vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Kiel und ihr Team in dem Forschungsprojekt „AN(N)O 2015 – Aktuelle Normative Orientierungen, Geschlechteridentitäten und Berufswahlentscheidungen junger Frauen“ nach.

Hintergrund des Vorhabens ist die Tatsache, dass Berufswahlentscheidungen auch heute noch geschlechtsspezifisch erfolgen. Das Forschungsteam möchte herausfinden, welche gesellschaftlichen Anforderungen für die Entwicklung einer beruflichen Identität aktuell bedeutsam sind und die Studienfachwahl junger Frauen und Männer beeinflussen. An Gymnasien und Gesamtschulen in Hamburg, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein werden die Wissenschaftlerinnen mit 14- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schülern diskutieren. Darüber hinaus werden sie Studentinnen im ersten Fachsemester interviewen, die sich für ein ingenieurwissenschaftliches Studium entschieden haben.

„Ein Ziel der Studie ist es, die Perspektive Jugendlicher stärker in Programme und Maßnahmen zu integrieren, die den Anteil von Frauen in naturwissenschaftlich, mathematisch oder technisch ausgerichteten Berufen und Studienfächern erhöhen wollen“, sagt Prof. Dr. Roswitha Pioch, Direktorin des Instituts für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity der FH Kiel (IGD).

AN(N)O 2015 ist eine Kooperation zwischen dem Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit und dem IGD. Das Team besteht weiter aus Dr. Britta Thege (Geschäftsführerin des IGD) und den beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Diplom-Pädagogin Karen Geipel und Diplom-Sozialpädagogin Marike Schmeck. Das Projekt hat eine dreijährige Laufzeit (2011-2014) und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“ finanziert.

Frauke Schäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fh-kiel.de/

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