Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kluge Frauen - erfolgreiche Männer. Alles bestens?

04.09.2007
Die zentrale Fragestellung der Untersuchung lautet: Unterscheiden sich die Lebensbedingungen von Frauen und Männern etwa in verstädterten Gebieten und auf dem Land, in Ost und West, und haben die jeweiligen räumlichen Bedingungen damit zu tun?

Untersucht werden die räumlichen und geschlechtstypischen Unterschiede in den (Lebens-)Bereichen Bevölkerung, (Aus-)Bildung, Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Verkehr/Mobilität und Wohnen.

Mädchen sind besser in der Schule und im Studium, aber Männer machen die Karriere. Frauen wohnen häufiger zur Miete und Männer häufiger im Eigentum. Zur Arbeit und zum Einkaufen nutzen Männer häufiger den PKW, Frauen fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gehen zu Fuß.

Die Analyse sollte hier aber noch nicht enden. Denn es zeigt sich, dass dort, wo das Angebot an Bus und Bahn gering ist, Frauen stärker von der Alltagsmobilität ausgeschlossen werden und zwar in den Vorstädten, im suburbanen Raum noch mehr, als auf dem Land. Eine nähere Betrachtung offenbart vielfältige regionale Unterschiede in den Lebensverhältnissen von Frauen und Männern.

... mehr zu:
»Landkreise

In den norddeutschen Landkreisen etwa ist die Schulbeteiligung der Mädchen gegenüber der der Jungen höher als in Süddeutschland. Auch bei der Besetzung hochqualifizierter Arbeitsplätze zum Beispiel zeigen sich regionale Geschlechterunterschiede. Sie werden nicht nur häufiger durch Männer besetzt, sondern das Ungleichgewicht ist in den Ballungsräumen und in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs besonders ausgeprägt.

In 80% der untersuchten Merkmale ergaben sich deutliche Unterschiede in der Lebenssituation von Frauen und Männern in West und Ost bzw. in Kernstädten, Umlandkreisen und ländlichen Kreisen. Das zeigt nicht nur die Aktualität der Untersuchungen, sondern auch, dass hier gemeinsame Anstrengungen von Raumentwicklungspolitik und anderen Fachpolitiken gefragt sind.

Mit dem Berichte-Band 26 "Frauen - Männer - Räume" legt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) erstmalig eine deutschlandweite, flächendeckende und vergleichende Beschreibung der regionalen Lebensverhältnisse von Frauen und Männern vor. Brennpunkt-Themen wie schulische und berufliche (Aus-)Bildung, Erwerbsleben (einschließlich Vereinbarkeit von Beruf und Familie), Mobilität und Wohnen stehen dabei an zentraler Stelle.

"Frauen - Männer - Räume -
Geschlechterunterschiede in den regionalen Lebensverhältnissen", Berichte Bd. 26, 2007
Hrsg.: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, ISBN 978-3-87994-076-9
Bezug über: selbstverlag@bbr.bund.de oder den Buchhandel
Ansprechpartnerinnen für inhaltliche Fragen:
Antonia Milbert / Katrin Meyer
Ref. I 6 - Raum- und Stadtbeobachtung
Telefon: 0228 / 99 401-22 56
Telefon: 0228 / 99 401-23 14
antonia.milbert@bbr.bund.de
katrin.meyer@bbr.bund.de
Redaktion:
Christian Erlewein
Ref. I 7 - Wissenschaftliche Dienste
Telefon: 0228 / 99 401-15 47

Christian Erlewein | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbr.bund.de
http://www.bbr.bund.de/DE/Veroeffentlichungen/Berichte/2006__2007/Bd26.html

Weitere Berichte zu: Landkreise

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie