Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Depressionsbarometer - Deutsche zufriedener?

16.08.2007
Das deutsche Depressionsbarometer wurde reaktiviert und geht in die zweite Runde. Wissenschaftlich fundierte Online-Umfrage sorgt für Klarheit bei der Analyse des deutschen Gemütszustands. Zeigt der Aufschwung seine Wirkung?

Vor einem Jahr war die Skepsis noch groß, ob der Aufschwung tatsächlich kommt. Heute wird mit Staunen auf die Entwicklung der vergangenen Monate zurückgeblickt. Aber wie ist die Stimmung in der Bevölkerung wirklich?

Dieser Frage will das Management Zentrum Witten gemeinsam mit dem Partner idalab im Rahmen einer klinisch erprobten und wissenschaftlich fundierten Online-Umfrage, die jetzt freigeschaltet wurde, auf den Grund gehen. "Die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken: Wie gehen wir mit uns selbst um? Wie beobachten wir uns hier in Deutschland - ist das angemessen oder nicht?", so formuliert Prof. Dr. Fritz B. Simon, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Depressionsbarometers und Professor für Führung und Dynamik von Familienunternehmen an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke, das Ziel des Projekts.

Unter http://www.depressionsbarometer.de kann man seinen persönlichen Depressionsindex anhand von sieben Fragen ermitteln lassen. Die Einzelergebnisse bilden zusammen den deutschen Depressionsindex und spiegeln die durchschnittliche Stimmungslage im Land wider. Bis zum 31. Oktober 2007 soll die Datenerhebung abgeschlossen sein und das neue Zwischenergebnis vorliegen. Bis dahin fließen alle Ergebnisse in Echtzeit in den "Barometerstand" ein, so dass jeder Besucher der Website stets die aktuelle "Großwetterlage" ablesen kann. Die Verantwortlichen weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich ihr Untersuchungsdesign an ein in der klinischen Forschung anerkanntes Verfahren anlehnt, das zur Messung depressiver Stimmungslagen seit mehreren Jahren in Hospitälern angewandt wird und in seiner wissenschaftlichen Seriosität (d.h. Validität und Reliabilität) bestätigt ist. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, doch die hohe Teilnehmerzahl, im Jahr 2005 waren es immerhin über 100.000, lässt natürlich Rückschlüsse auf die Stimmung der Bevölkerung zu.

Nach dem Erfolg des Depressionsbarometers im Jahr 2005 startet nun die zweite Runde. Vor zwei Jahren war Deutschland einem Verdacht auf eine Depression ziemlich nahe. Der deutschlandweite Umfragemittelwert lag damals bereits etwa doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der gesamten westlichen Welt. Auf einer Skala von 0 bis 105 lag das Ergebnis der Umfrage in 2005 bei 32,4. "Ein erschreckendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass dieser Wert ansonsten bei Opfern von Brandverletzungen im Zuge der Akutbehandlung gemessen wird", kommentiert Simon den "Barometerstand" von 2005. Eine im "Stern" (9. Mai 2007) veröffentlichte Forsa-Umfrage zeigt, dass trotz des Aufschwungs die Stimmung in den Betrieben so schlecht ist wie noch nie. Trifft das auch auf die übrige Bevölkerung zu? Beschreiben die Medien zwar eine wirtschaftliche, nicht aber eine gesellschaftliche Stimmung? Das Depressionsbarometer möchte Aufklärung schaffen.

Kontakt:
Andreas Szankay, Management Zentrum Witten (MZW) GmbH
Brunnenstr. 196, 10119 Berlin
Tel: +49 (0)30 24 62 84-11
Fax: +49 (0)30 24 62 84-10
info@mz-witten.de. info@depressionsbarometer.de

Bernd Frye | idw
Weitere Informationen:
http://www.mz-witten.de
http://www.depressionsbarometer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics