Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Deutschland und dem demographischen Wandel

30.01.2007
Niedrige Geburtenraten lassen die Bevölkerung in vielen Staaten Europas schrumpfen, die hohe Lebenserwartung lässt unsere Gesellschaft altern. Die Folgen dieses demographischen Wandels werden zunehmend sichtbar und geraten verstärkt in die öffentliche und politische Diskussion.

Die raumwissenschaftlichen Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft diskutieren Ursachen, Ausprägungen und Folgen des demographischen Wandels auf öffentlichen Fachtagungen am 1. und 2. Februar 2007 in Berlin. Im Fokus: Der demogaphische Wandel aus internationaler Perspektive und die Frage nach der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland. Die Medien sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Bonn/Berlin - Nicht überall in Europa zeigt sich der demographische Wandel in der gleichen Intensität. Die wenigsten Kinder pro Frau wurden in den vergangenen Jahren in Polen geboren. In Deutschland wächst die Gruppe der älteren Menschen mit am stärksten an: In 25 Jahren wird ein Drittel der deutschen Bevölkerung 65 Jahre und älter sein. Zwischen einzelnen Staaten und Regionen gibt es jedoch beträchtliche Unterschiede. Dies gilt auch für den Umgang mit den Konsequenzen des demographischen Wandels. Die Herausforderungen in Süd- und Osteuropa sind andere als in Nordeuropa oder Deutschland. In Abhängigkeit des jeweiligen Landes, und der regionalen Situation gilt es, neue Strategien zu entwickeln. Wie diese aussehen könnten, diskutieren Experten aus ganz Europa auf dem Internationalen Fachkongress "Demographic Change" am 2. Februar 2007 in Berlin.

In Deutschland bildet zum Beispiel die "Gleichwertigkeit der Lebens-verhältnisse" seit Jahrzehnten eines der Leitprinzipien der Raumordnung und Regionalpolitik. Sie gilt als ein zentrales gesellschaftspolitisches Anliegen. Doch ist es in seiner Ausgestaltung noch zeitgemäß? Und welchen Stellenwert soll dieses Prinzip künftig vor dem Hintergrund der Auswirkungen des demographischen Wandels, der fortschreitenden Globalisierungs-prozesse und der immer knapper werdenden öffentlichen Haushaltsmittel haben? Muss der Wunsch nach gleichen Lebensverhältnissen in allen Regionen unseres Landes aufgegeben werden? Fragen wie diesen widmet sich das Raumwissenschaftliche Kolloquium am 1. Februar 2007.

Die vier raumwissenschaftlichen Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft bilden ein leistungsfähiges und einzigartiges Netzwerk raumbezogener Forschung in Deutschland. Sie untersuchen gesellschaftliche und physische Strukturen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Ihre Forschungstätigkeit bildet die Grundlage für die Erarbeitung anwendungsorientierter Konzepte und von Handlungsvorschlägen mit dem Ziel der Politikberatung. Die Untersuchungsräume sind vorrangig der deutsche Raum, die EU sowie der mittel- und osteuropäische Raum. Das Ziel ist, eine wirksame Steuerung und Planung räumlicher Entwicklungen zu fördern sowie Empfehlungen für eine sozial- und umweltgerechte Entwicklung auszusprechen. Die vier raumwissenschaftlichen Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sind:

Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hannover)
Leibniz-Institut für Länderkunde (Leipzig)
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (Erkner)
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (Dresden)
Die Veranstaltungen:
Raumwissenschaftliches Kolloquium
Donnerstag, 1. Februar 2007
10.00 bis 17.00 Uhr
Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund
In den Ministergärten 1
10117 Berlin
Fachkongress "Demographic Change"
(in englischer Sprache)
Freitag, 2. Februar 2007
9.00 bis 18.00 Uhr
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
Hiroshimastraße 12-16
10785 Berlin
Anmeldung erbeten an:
Thomas Vogt, M.A.
Leibniz-Gemeinschaft
Pressesprecher
Schützenstraße 6a
10117 Berlin
Tel.: 0 30/20 60 49-42
Fax: 0 30/20 60 49-55
Mobil: 0 173/513 56 69
E-Mail: vogt@leibniz-gemeinschaft.de
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 83 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten interdisziplinär und verbinden Grundlagenforschung mit Anwendungsnähe. Sie pflegen intensive Kooperationen mit Hochschulen, Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Das externe Begutachtungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft setzt Maßstäbe. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 13.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von 1,1 Milliarden €.

Thomas Vogt | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Berichte zu: Lebensverhältnisse Leibniz-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise