Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen und Männer im Internet noch immer nicht gleich

18.12.2006
Erstmals sind mehr als die Hälfte der Frauen in Deutschland online. Laut (N)ONLINER Atlas 2006 sind 52 Prozent der Frauen im Internet unterwegs - das zeigte die im Juni veröffentlichte, jährliche Untersuchung zur Internetnutzung in Deutschland von TNS Infratest und der Initiative D21.

Die Differenz bei der Internet-Nutzung zwischen Frauen und Männern wird wieder geringer, aber ein positiver Trend zeichnet sich dennoch nicht ab. Und: Der Abstand zwischen weiblichen und männlichen "Onlinern" beträgt noch immer acht Prozentpunkte (48 Prozent Frauen : 54 Prozent Männer) - die Geschlechterverteilung im Web ist also noch immer nicht ausgeglichen. Diese und weitere Ergebnisse einer geschlechterspezifischen Betrachtung der Internetnutzung, stellt die heute veröffentlichte "Gender-Sonderauswertung" vor.

So scheint das Haushaltseinkommen für Männer weniger wichtig zu sein, wenn es um die Internetnutzung geht. Bei den Männern mit geringem Einkommen bis 500 Euro hat es eine Zunahme des Onlinerinnen- und Onliner-Anteils gegenüber dem Vorjahr gegeben. Ihr Anteil an den Internet-Nutzerinnen und -Nutzern ist um sieben Prozentpunkte gewachsen. Bei den Frauen derselben Einkommensgruppe hat es dagegen einen Rückgang um vier Prozentpunkte gegeben. Der Abstand zwischen weiblichen und männlichen Onlinern mit geringem Einkommen ist mit 24 Prozentpunkten gegenüber den anderen Gruppen ebenfalls am deutlichsten. Wird zudem auch nach dem Alter differenziert, zeigt sich, dass der Onliner-Anteil der Frauen ab 30 Jahren mit geringem Einkommen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist.

"Eine kontinuierliche Analyse ist unabdingbar", so Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. "Nur auf der Basis einer detaillierten Analyse können passgenaue Maßnahmen entwickelt werden, die die damit identifizierten, technologie-fernen Zielgruppen auch erreichen."

Dazu stellt das Kompetenzzentrum die Gender-Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas "Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2006" gemeinsam mit TNS Infratest und der Initiative D21 heute zum fünften Mal vor. Mit dieser Analyse werden weitere demografische Kategorien auf Frauen und Männer angewandt um so einen differenzierten Blick in die Zielgruppen zu erhalten.

Um die gewonnen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen, bedarf es allerdings der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und gesellschaftlichen Organisationen. Daher begrüßt D21-Vorstand Prof. Barbara Schwarze (Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit), den heute in Potsdam stattfindenden nationalen IT-Gipfel der Bundeskanzlerin, der auch die Informationsgesellschaft auf die politische Agenda setzt. "Wir begrüßen insbesondere das im Programm "iD 2010 - Informationsgesellschaft Deutschland 2010" formulierte Ziel der Bundesregierung, den Zugang technologie-ferner Zielgruppen zu Information, Kommunikation und Dienstleistungen deutlich anzuheben. Die Initiative D21 wird dieses Ziel unter anderem mit Aktivitäten in dem neuen Themenbereich 'Digitale Integration' unterstützen." so Schwarze.

Pressekontakt
Ute Kempf
Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V.
t: +49 5 21 106 73 48
f: +49 5 21 106 71 54
e: kempf@kompetenzz.de
http://www.kompetenzz.de/nonliner
Katharina Ahrens
Initiative D21 e.V.
t: +49 30 386 300 94
f: +49 30 386 300 93
e: katharina.ahrens@initiatived21.de
http://www.initiatived21.de
Michael Knippelmeyer
TNS Infratest
t: +49 521 9257 687
f: +49 521 9257 250
e: michael.knippelmeyer@tns-infratest.com
Das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit fördert mit bundesweiten Projekten die verstärkte Nutzung der Potentiale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft (Public Private Partnership). 200 Unternehmen und Organisationen zahlreicher Branchen zählen zu den Mitgliedern, die gemeinsam mehr als eine Million Menschen in der Bundesrepublik beschäftigen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, durch bessere Bildung, Qualifikation und Innovationsfähigkeit wirtschaftliches Wachstum zu stimulieren und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern. Dafür setzt sich die Initiative gemeinsam mit politischen Partnern in praxisorientierten und interdisziplinären Projekten ein. Alle Maßnahmen von D21 besitzen einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einer entscheidenden Basis für die Zukunft Deutschlands.

TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. Für unsere Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest "Beratung durch Forschung" und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.

Christina Haaf M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.initiatived21.de
http://www.tns-infratest.com
http://www.kompetenzz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten