Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nationalstaat, Einwanderungsland, Parallelgesellschaften - eine neue deutsche Frage?

06.03.2006


Beim Max-Planck-Forum Berlin diskutieren Experten die neue gesellschaftliche Entwicklung



Die aktuelle Diskussion um das Zusammenleben unterschiedlichster kultureller Identitäten und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft steht im Zentrum des Max-Planck-Forums "Nationalstaat, Einwanderungsland, Parallelgesellschaften - eine neue deutsche Frage?" am 7. März in Berlin. Die sich verändernde Zusammensetzung der europäischen Gesellschaften wirft eine Vielfalt von empirischen, analytischen und normativen Fragen auf, die von Historikern, Psychologen, Soziologen, Demografen, Sozial- und Rechtswissenschaftlern untersucht werden müssen. Die weit gefächerte Forschung zu diesem Themenkomplex in Instituten der Max-Planck-Gesellschaft bietet Gelegenheit zu einer disziplinübergreifenden Analyse.



Gäste auf dem Podium sind Prof. Dr. Rüdiger Wolfrum, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg, Prof. Dr. Günther Schlee, Direktor am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale, Prof. Dr. Wolfgang Streeck, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln, und Dr. Nadjma Yassari, LL.M. (London), Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg. Der Publizist Roger de Weck moderiert die Diskussion.

Die anhaltende Migration in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat die westeuropäischen Gesellschaften stark verändert. Auch Deutschland ist heute de facto ein Einwanderungsland, in dem Menschen unterschiedlichster kultureller Identität leben. In der neuen kulturellen Vielfalt liegen viele Chancen, aber es entstehen auch grundsätzliche Konflikte. Das Zusammenleben zwischen ethnisch und religiös verschiedenen Gruppen gestaltet sich schwieriger, als man zu Beginn der Wanderungsbewegung annehmen konnte. Forderungen nach Integration werden heute nicht zuletzt auch von vielen Zuwanderern zurück gewiesen. Moderne Kommunikationsmittel und eine stark erhöhte Mobilität ermöglichen neue Formen der Bindung an das Herkunftsland bis hin zu gänzlich neuen gesellschaftlichen Strukturen mit transnationalen Identitäten. Forschung über die Konsequenzen kultureller Heterogenität auf Politik, Wirtschaft, das System der Staatsbürgerschaft, den Wohlfahrtsstaat, die Rechtsordnung und das Bildungssystem der aufnehmenden Staaten ist daher dringend notwendig. Das gleiche gilt für die sozial-psychologische Dynamik individueller und kollektiver Identität in Gesellschaften, die sich aus Minderheiten zusammen setzen.

Die Veranstaltung findet am 7. März 2006 um 19.00 Uhr im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Dorotheenstr. 84, Berlin (Mitte) statt. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung: Tel. 030/278718-12 oder E-Mail MPG-Forum@vf-holtzbrinck.de.

Dr. Andreas Trepte | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE