Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unruhestand erwünscht: Studie zur Lebenssituation älterer Menschen im ländlichen Raum

26.06.2008
Die Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen im ländlichen Raum durch Bildungsmaßnahmen ist Ziel des zweijährigen EU-Projektes "Info-C.O.O.P. - Information and Cultural Opportunities of Old People".

In einer jetzt durchgeführten Teilstudie zur derzeitigen Situation in Zentralbayern zeigte sich, dass die Mehrheit der Befragten das Alter als aktive Lebensphase ansieht.

Bildungsanbieter reagieren mit speziellen Bildungsangeboten für Ältere, wie das Forscherteam um Prof. Dr. Rainer Greca (Professur für Wirtschafts- und Organisationssoziologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) herausfand.

Aufgrund der demografischen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahre verändern sich das Alter und damit die Älteren. Sechs von zehn Befragten sehen das Alter als eine aktive Phase an, die mit Tätigkeiten gefüllt werden soll, die man schon immer machen wollte.

... mehr zu:
»Lebenssituation

Nur für ein Drittel dient das Alter der Erholung und Ruhe. Dieser Wandel und der steigende Anteil Älterer an der Bevölkerung verändert auch die Bildungslandschaft: 80 Prozent der Anbieter von Erwachsenenbildung haben spezielle Angebote für Ältere in ihrem Programm und berücksichtigen deren Bedürfnisse. Denn die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen gilt als sinnvolles Mittel, um Alterserscheinungen und Demenz vorzubeugen.

Frauen bevorzugen dabei Angebote zu Gesundheit, Sport und Sprachen, Männer dagegen Themen zu Gesellschaft und Politik sowie Computerkurse. Bildungsveranstaltungen für Ältere werden besonders von formal höher Gebildeten sowie stärker von Frauen als von Männern wahrgenommen.

Die bereits gute Bildungssituation für ältere Menschen lässt sich im ländlichen Raum noch verbessern. Gerade mangelnde Mobilität im ländlichen Raum verhindert oft eine Teilhabe an Bildung. Mangelnde bzw. ungünstige Nahverkehrsverbindungen verbunden mit dem Rückzug von Geschäften, Praxen und Orten der Zusammenkunft bilden Faktoren für die Benachteiligung von Älteren.

Für die Partialstudie wurden von den Eichstätter Soziologen in ausgewählten Landkreisen Zentralbayerns Organisatoren der Erwachsenbildung, Vertreter der politischen und kommunalen Ebene schriftlich und in Interviews sowie knapp 150 Ältere ab 55 Jahren mittels eines Fragebogens befragt. In der nun anschließenden Phase des Projektes werden die nationalen Studien der Projektpartner aus Italien, Spanien, Rumänien und Ungarn bezogen auf Bedürfnisse und gelungene Angebote verglichen. Dieses von der Provinz Ancona (Italien) initiierte Projekt wird im Rahmen des EU-Programms für Lebenslanges Lernen von der Europäischen Union bis November 2009 mit insgesamt 300.000 Euro unterstützt.

Weitere Informationen zu "Info-C.O.O.P." unter
http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/GGF/fachgebiete/Soziologie/
lehrstuehle/Soziologie3/Projekte/InfoCOOP

Constantin Schulte Strathaus | idw
Weitere Informationen:
http://www.ku-eichstaett.de

Weitere Berichte zu: Lebenssituation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie