Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresdner Graduiertenschule erforscht Strategien zum demographischen Wandel

28.04.2008
Erfolgreicher Start: Eine neue international ausgerichtete Graduiertenschule zum demographischen Wandel hat am Standort Dresden ihre Arbeit aufgenommen. Die Dresden Leibniz Graduate School (DLGS) wurde jetzt an der TU Dresden im Beisein von Vertretern aus Politik und Wissenschaft feierlich eröffnet.

"Überrollt uns der demographische Wandel?", fragte der bekannte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Axel Börsch-Supan in seiner Rede anlässlich der Eröffnung der DLGS. Seine Antwort: "Ein eindeutiges Nein. Wir haben viele Möglichkeiten, tätig zu werden." Viele in der Öffentlichkeit kursierenden Ansichten, etwa die Alten nähmen den Jungen die Arbeit weg oder ältere Menschen seien weniger produktiv als junge, seien ohnehin falsch, verdeutlichte Börsch-Supan. Umso wichtiger seien weitere Forschungen zum demographischen Wandel. Hierzu leiste die neu eingerichtete DLGS einen wichtigen Beitrag.

Im Fokus der Arbeiten der DLGS stehen regionale Entwicklungsstrategien im Umgang mit dem demographischen Wandel im In- und Ausland. Junge Nachwuchswissenschaftler - derzeit sechs Frauen und zwei Männer aus Deutschland, Serbien und der Slowakei - werden innerhalb der nächsten drei Jahre an ihren Doktorarbeiten schreiben. Hierzu haben der Bund und der Freistaat Sachsen etwa 750.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die DLGS besteht seit Januar 2008. Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, betonte bei der Auftaktveranstaltung den hohen Nutzen von Graduiertenschulen für die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Dresden. Die DLGS widme sich darüber hinaus einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema, bei dem nach wie vor hoher Forschungsbedarf bestehe. "Dem Standort Dresden bietet sich durch die DLGS die Chance, sich auf dem Gebiet der räumlichen Auswirkungen des demographischen Wandels als einer der forschungsstärksten Standorte in Deutschland zu profilieren" sagte Prof. Dr. Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Vorsitzender des Management-Boards der DLGS.

... mehr zu:
»DLGS »Graduiertenschule »IÖR

Die DLGS baut auf einer Kooperation zwischen IÖR, dem Zentrum Demographischer Wandel der TU Dresden und der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) auf und wird im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation von Bund und Ländern durch die Leibniz-Gemeinschaft gefördert. "Mit der DLGS möchten wir die bereits enge Zusammenarbeit zwischen IÖR und der TU Dresden noch weiter vertiefen", sagte Bernhard Müller. Müller, der auch Wissenschaftlicher Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft ist, unterstrich die hohe Bedeutung, die die Leibniz-Gemeinschaft der Kooperation zwischen Leibniz-Instituten und Universitäten beimisst. Das Promotionsrecht gehöre dabei eindeutig zu den Hochschulen.

Die Graduiertenschule leistet einen wichtigen Beitrag zur strukturierten Doktorandenförderung an der TU Dresden. Das Studienprogramm umfasst u. a. Vorlesungen, Workshops, Sommerschulen und Fachtagungen. Dies und die intensive Betreuung durch Wissenschaftler der TU, des IÖR und der ARL sowie Praxispartner ermöglichen eine zügige Durchführung der Promotionsvorhaben. Forschungsfragen der DLGS werden unter anderem Strategien der räumlichen Entwicklung im Zeichen des demographischen Wandels und wirtschaftspolitische Entwicklungs- und Umsetzungsstrategien für den demographischen Wandel sein. Die Forschungen werden in besonderem Maße Praxisbelange berücksichtigen und auch Impulse für die Praxis bieten.

Kontakt DLGS:
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)
Dipl.-Volksw. Gérard Hutter
Weberplatz 1
01217 Dresden
Tel.: (0351) 4679-259
E-Mail: G.Hutter@ioer.de

Anja Petkov | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de

Weitere Berichte zu: DLGS Graduiertenschule IÖR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise