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Frühere Kindheitserinnerungen durch intensivere Eltern-Kind Kommunikation

28.02.2008
Neuseeländische Wissenschaftler haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, warum erwachsene Maori in Neuseeland über sehr weit zurück reichende Kindheitserinnerungen verfügen. Ein Forscherteam der University of Otago fand heraus, dass Maori Mütter intensiver und bildhafter mit ihren Kindern über bedeutende Ereignisse sprechen, an denen beide beteiligt waren.

Bereits im Jahr 2000 konnten Wissenschaftler der Universität aufzeigen, dass im Durchschnitt früheste Kindheitserinnerungen junger Maori bis zu einem Alter von zweieinhalb Jahren zurück reichten, während Neuseeländer europäischer Abstammung frühste Erinnerungen an Ereignisse im Alter von dreieinhalb Jahren hatten. Gründe für diese besser ausgeprägten Erinnerungen lieferte die nun durchgeführte Studie.

Die Wissenschaftler untersuchten das Kommunikationsumfeld von Kindern im Alter von drei bis acht Jahren - vor allem wie Mütter ihren Kindern gemeinsame Erlebnisse, wie die Geburt oder einen Museumsbesuch schilderten. Insbesondere Schilderungen der Geburt, als signifikantes Ereignis für Mutter und Kind, sind ein guter Indikator dafür, wie Mütter ihren Kindern gemeinsam Erlebtes erzählen. "Wir wollen damit in keiner Weise behaupten, dass Geschichten zur Geburt zu den frühsten Kindheitserinnerungen werden - vielmehr nutzen wir diese Geschichten als Benchmark", so Professor Elaine Reese, Co-Autorin der Studie. "Wir fanden heraus, dass die Art und Weise, wie Mütter Geburtserlebnisse wiedergaben, eine gute Vorhersage dazu lieferte, wie gut Kinder über Ereignisse in ihrem Leben berichten konnten, die weniger weit zurück lagen."

Die vorliegende Studie liefert damit erste Beweise, dass Maori Kinder in einem stärker ausgeprägten Kommunikationsumfeld leben als neuseeländische Kinder europäischer Abstammung. Dieses Umfeld überträgt sich auf die Erzählfähigkeiten der Kinder, darauf wie eigene Erinnerungen wiedergegeben und Erlebnisse nachhaltig gespeichert werden.

Weitere Informationen:
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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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