Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siegener Berufs- und Wirtschaftspädagogen erarbeiten innovatives Alphabetisierungs- und Grundbildungskonzept für junge Erwachsen

24.01.2008
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Benachteiligtenforschung an der Universität Siegen. Ziel des mit rund 500.000 € geförderten Vorhabens - so die Siegener Projektverantwortlichen Prof. Dr. Richard Huisinga und Priv.-Doz. Dr. Ulrike Buchmann - ist die Minimierung von Risikopotential, das für eine jährlich steigende Zahl von Jugendlichen beim Übergang in ein Ausbildungs- und/oder Arbeitsverhältnis entsteht.

Häufig genug fehlt es diesen jungen Menschen an einer üblicherweise im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht zu erwerbenden Grundbildung und Alphabetisierung. Mindestens 20% eines Geburtenjahrgangs verlässt das deutsche Bildungssystem derzeit ohne oder mit einem schlechten Abschluss, wird anschließend in unterschiedlichsten und kaum noch überschaubaren Projekten "bemaßnahmt", um dann letztlich nur sehr begrenzte Chancen auf dem Ausbildungs- und/oder Erwerbsarbeitsmarkt zu haben.

Die Institutionen des Bildungswesens erreichen diesen, tendenziell wachsenden Anteil der nachwachsenden Generation weder emotional, noch sozial oder kognitiv. Hier setzt das Siegener Projekt an, in dem die Jugendlichen und ihre Motivationsprobleme in den Vordergrund gestellt werden und nicht - wie üblich - deren Fähigkeitsdefizite.

Unter Alphabetisierung versteht die Forschergruppe im Sinne des Sozialgesetzbuches die Möglichkeit zur kulturellen Teilhabe. Dieses umfassende Verständnis von Alphabetisierung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Konzeptionierung des Forschungsvorhabens: Es kann nicht lediglich Antworten auf die funktionale Alphabetisierung geben und es kann nicht nur um den Erwerb einzelner Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse gehen. Es geht vielmehr darum, dass Jugendliche den Sinn von Lernprozessen verstehen und deren Bedeutung für die eigene Entwicklung nachvollziehen können.

... mehr zu:
»Alphabetisierung

Deshalb werden im Rahmen des Siegener Projekts solche Inhalte für Bildungsprozesse entwickelt und erprobt, die an die Interessen, Erfahrungen und Vorstellungen der jungen Erwachsenen anknüpfen; das können Medienprojekte, Tanztheater, Ausstellungen oder auch regionalspezifische Fachprojekte in unterschiedlichen Domänen sein. Die Durchführung des Projekts erfolgt im Forschungsverbund mit der ebenfalls geförderten Lernenden Region - Netzwerk Köln e.V. und ist auf zunächst drei Jahre ausgerichtet.

Kontakt und weitere Info:
Prof. Dr. Richard Huisinga (Tel.: 0271 / 740-4205, huisinga@berufspaedagik.uni-siegen.de)

Priv.-Doz. Ulrike Buchmann (Tel.: 0271 / 740-2685; buchmann@berufspaedagogik.uni-siegen.de )

Kordula Lindner-Jarchow | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

Weitere Berichte zu: Alphabetisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Chaos bei der Zellteilung – wie Chromosomenfehler in Krebszellen entstehen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

23.08.2017 | Förderungen Preise

Winzige Spurenverunreinigungen, enorme Auswirkungen

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie