Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktiv und gesund im Alter: An-Institut der TU Dortmund forscht für EU-Großprojekt MOPACT

12.06.2013
Europäerinnen und Europäer werden im Jahr 2020 im Schnitt zwei Jahre älter werden als heute.

Diese zusätzlichen Lebensjahre sollen aktiv und in Gesundheit verbracht werden: Das ist das klare und ehrgeizige Ziel des EU-Forschungsprojekts MOPACT (Mobilising the Potential of Active Ageing in Europe), das von der Europäischen Union aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm gefördert wird.

Das mit der TU Dortmund als An-Institut verbundene Institut für Gerontologie bearbeitet für MOPACT seit Mai 2013 die Thematik des demografischen Wandels auf mehreren Gebieten: Hierzu gehören die Bereiche „Arbeitsmarkt“, „Wohnungswesen, Mobilität, Informations- und Kommunikationstechnologien“ sowie „Pflege“.

Insgesamt arbeiten 29 europäische Forschungseinrichtungen aus 13 Ländern gemeinsam an verschiedenen Teilbereichen von MOPACT. Ausgangspunkt für das ambitionierte Projekt sind die Ziele des EU-Forschungsrahmenprogramms „HORIZON 2020“: Angesichts der demografischen Entwicklung in Europa will die EU die lebenslange Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Bürgerinnen und Bürger verbessern. Darüber hinaus sollen soziale Innovationen gefördert werden, die diesen Zielen dienen. Angelehnt an das Projekt „European Innovation Partnership Pilot Project on Active and Healthy Ageing“ (EIPAHA) münden die Bestrebungen von MOPACT darin, möglichst vielen Europäerinnen und Europäern eine um durchschnittlich zwei Jahre länger in Gesundheit verbrachte Lebensdauer zu ermöglichen.

Im Rahmen des Themengebietes „Arbeitsmarkt“ wollen die Dortmunder Forscherinnen und Forscher neue Strategien entwickeln, wie ältere Menschen länger im Erwerbsleben bleiben können, ohne dass Lebens- oder Arbeitsqualität leiden. Außerdem, und als Voraussetzung dafür, sollen Wege gefunden werden, lebenslanges Lernen zu intensivieren. Als Grundlage werden aktuelle Forschungsergebnisse, internationale Best-Practice-Beispiele sowie Datenanalysen verwendet.
Im zweiten Themengebiet geht es um technische Innovationen, die die Lebensbedingungen Älterer verbessern sollen, sowie um deren wirtschaftliche Aspekte. In Bezug auf Wohnungswesen, Mobilität sowie Informations- und Kommunikationstechnologien wird dargestellt, wo es bereits vielversprechende Innovationen gibt und wie diese zu besseren Produkten und Dienstleistungen führen können. Daraus soll abgeleitet werden, wie solche Innovationen die Marktchancen beteiligter Firmen und Sektoren beeinflussen und welche Strategien den Firmen und politischen Entscheidungsträgerinnen sowie Entscheidungsträgern empfohlen werden können.

Innerhalb des Themas „Pflege“ beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Dortmunder Instituts für Gerontologie mit einer der größten Herausforderungen des demografischen Wandels – der erhöhten Pflegebedürftigkeit in einer älter werdenden Bevölkerung. Hier gerät das Verhältnis zwischen Nachfrage und Pflegeangebot immer mehr ins Ungleichgewicht. Um das längere Leben der Menschen zu einem Gewinn für die Gesellschaft zu machen, sollen bestehende sozio-ökonomische Begriffe und Vorstellungen von Alter und Pflege und damit verbundene organisatorische und politische Strukturen aufgebrochen werden. Vom Forschungsteam werden soziale Innovationen identifiziert, die als beispielhaft für einen zukunftsweisenden Umgang mit den Themen Alter und Pflege angesehen werden können. Gemeinsam mit relevanten Akteuren werden darauf aufbauend Strategien und Szenarien entwickelt, die ein verstärkt auf Aktivität und Inklusion gerichtetes Verständnis von Alter(n) und Pflegebedürftigkeit zum Ziel haben.

Kontaktpersonen für Rückfragen:
Jürgen Bauknecht/ Katja Linnenschmidt/ Sandra Schulze
Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V./
Institut für Gerontologie an der TU Dortmund
Telefon: (0231) 728 488-0
E-Mail: orka@post.tu-dortmund

Angelika Mikus | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dortmund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie