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Zwei Quellen speisen Vulkanketten

18.09.2012
Die Einschätzungen von Fachleuten, wie Ketten von Vulkanen in den Ozeanen wie z. B. die Hawaii- oder Kanaren-Inselgruppen entstanden sind, gehen auseinander.
Einige dieser Vulkanketten bilden sich offenbar, wenn ungewöhnlich heißes Material aus dem tiefen Erdmantel aufsteigt (sog. Mantelplumes), während andere Vulkane in den Ozeanen durch flache plattentektonische Prozesse erzeugt werden. Bei einer Studie zeigte sich, dass die verschiedenen Prozesse ineinander greifen und die vulkanischen Strukturen gemeinsam erzeugen.

Dr. John O‘Connor, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Endogene Geodynamik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), hat gemeinsam mit einem internationalen Team von Experten solche Vulkane im Südatlantik untersucht. Die Ergebnisse hat die Zeitschrift Nature Geoscience am 16. September 2012 online veröffentlicht1).

Dr. John O‘Connor und Kollegen aus den Niederlanden, Südafrika, Australien, den USA und vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven bestimmten die Eruptionsalter von Gesteinsproben mehrerer vulkanischer Ketten an einer großen ozeanischen Schwelle im Südatlantik. Die Proben zeigen eine Altersverteilung, die mit der Bewegung der Afrikanischen Kontinentalplatte über einem aufsteigenden Mantelplume von einer der zwei größten und tiefsten Anomalien an der Grenze des Erdmantels zum Erdkern in etwa 2900 km Tiefe übereinstimmt.
Die Arbeitsgruppe zeigte allerdings auch, dass die Bildung der Vulkane am Rand der ozeanischen Schwelle einsetzte, wo die ozeanische Kruste tektonisch gespreizt wurde, während späterer Vulkanismus im Zentrum der Schwelle nur in Regionen mit relativ junger und dünner Lithosphärenplatte auftrat, so dass der Aufstieg von Schmelzen aus dem Mantelplume von der flachen Struktur der Platte gesteuert wurde. Beide Vorgänge in Erdkruste und Erdmantel hatten also Anteil daran, dass Berge aus dem Ozean aufgetaucht sind.

1) DOI: 10.1038/NGEO1583

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegründet 1743, ist mit 33.500 Studierenden, 630 Professuren und rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Und sie ist, wie aktuelle Erhebungen zeigen, eine der erfolgreichsten und forschungsstärksten. So liegt die FAU beispielsweise beim aktuellen Forschungsranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Platz 8 und gehört damit in die Liga der deutschen Spitzenuniversitäten. Neben dem Exzellenzcluster „Engineering of Advanced Materials“ (EAM) und der im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichteten Graduiertenschule „School of Advanced Optical Technologies“ (SAOT) werden an der FAU derzeit 31 koordinierte Programme von der DFG gefördert

Die Friedrich-Alexander-Universität bietet rund 160 Studiengänge an, darunter sieben Bayerische Elite-Master-Studiengänge und über 30 mit dezidiert internationaler Ausrichtung. Keine andere Universität in Deutschland kann auf ein derart breit gefächertes und interdisziplinäres Studienangebot auf allen Qualifikationsstufen verweisen. Durch über 500 Hochschulpartnerschaften in 62 Ländern steht den Studierenden der FAU schon während des Studiums die ganze Welt offen.

Weitere Informationen für die Medien:

Dr. John O‘Connor
Tel.: 09131/85-22398
j.m.oconnor@vu.nl

Blandina Mangelkramer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

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