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Wolken zeigen Zukunft des Klimawandels

10.11.2008
Klimamodelle aufgrund der Messung der Wolkeneigenschaften erstellbar

Dass man durch die Kenntnis der Eigenschaften von Wolken den Klimawandel der Zukunft vorhersagen kann, behauptet ein Forscher der Universität Göteborg. Der Chemiker Frans Olofson maß den Anteil und die Lichtreflexion der atmosphärischen Schwebstoffe.

Er konnte eine enge Verknüpfung der wechselarmen Inversionswetterlagen mit meteorologischen Phänomenen beweisen. Dadurch lieferte er mehr Aufschluss darüber, wie sich Wolken auf das Klima auswirken. Diesen Zusammenhang hat der UN-Weltklimarat bisher als eine der größten Ungewissheiten in der Abschätzung der Klimafaktoren bezeichnet.

Das Klima der Erde wird weitgehend vom Gleichgewicht bestimmt, das zwischen der eintretenden Sonneneinstrahlung und der von der Erde abgehenden Wärme herrscht. Dieses hängt vom Anteil der Schwebstoffpartikel in der Atmosphäre ab, die etwa als Wolken auftreten. Die Schwebstoffe kühlen die Erde, indem sie den Grossteil des eintretenden Lichts wieder zurück ins Weltall reflektieren.

Gleichzeitig sorgen sie jedoch auch für Erwärmung, da sie von der Erde abgehende Wärme absorbieren. Wie wichtig dieser Faktor ist, zeigt die Tatsache, dass Wolken etwa die Hälfte der Erdoberfläche bedecken. Sie treten dabei in Formationen auf, die von dünnen, kaum wahrnehmbaren bis zu dicken, grauen Wolken reichen.

"Die Messungen verbessern die Beschreibungen der Eigenschaften bei der Einstrahlung von Federwolken, was zu einer besseren Qualität der Klimamodelle führen kann", erklärt Olofson. Er sandte ein Laserstrahl in die Atmosphäre, um deren Schwebstoffanteil und die Lichtreflexion zu messen. Diese Messtechnik wandte er bei Federwolken im Norden Norwegens und in der klimasensiblen Arktisregion an und zeigte damit, dass das Ausmaß der eintreffenden Sonnenstrahlung in großem Ausmaß von der Form und Größe der Wolkenteilchen gesteuert wird. Gezeigt werden konnte auch, dass es am Morgen nur wenige Stunden dauert, bis sich Luftverunreinigungen auflösen, während am Nachmittag dafür ein längerer Zeitraum erforderlich ist.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gu.se/english

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