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Die Wärme des tiefen Untergrunds finden

30.08.2011
Geothermisches Informationssystem im Internet erschließt Basisdaten

An vielen Orten in Deutschland stellt die tiefe Erdwärme für die Strom- und Wärmeversorgung eine klima- und umweltfreundliche Alternative zu fossilen Energieträgern dar. Um bei den kostspieligen Bohrungen auch ausreichende Temperaturen und Wasser in der Tiefe finden zu können, benötigen Planer im Vorfeld detaillierte Informationen.

Hier setzt das Geothermische Informationssystem GeotIS an. Das BINE-Projektinfo „Tiefer Erdwärme auf der Spur“ (09/2011) präsentiert das System, das über das Internet einen einfachen Zugang zu Daten über geothermische Potenziale und Standorte in Deutschland bietet.

In Form eines digitalen Geothermie-Atlas bietet GeotIS Interessierten, wie Planern, Investoren, Verwaltungen und Versicherungen, Daten für Standortgutachten zu neuen Geothermie-Vorhaben. Mit diesen Informationen fällt die Beurteilung des sogenannten Fündigkeitsrisikos und damit auch eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit leichter. Das System bietet Nutzern für ihre individuellen Fragen u. a. verschiedene interaktive Kartenformate, vertikale und horizontale Schnitte, Tabellen sowie Möglichkeiten zum Datenexport. Der Datenbestand umfasst bisher die Regionen, die bereits geothermisch genutzt werden, wie das norddeutsche Becken, das süddeutsche Molassebecken im Vorland der Alpen und der Oberrheingraben. In den nächsten Jahren werden Informationen über weitere Regionen und die petrothermale Geothermie, die Wärmevorkommen in Gesteinsschichten nutzt, hinzukommen.

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik in Hannover koordiniert und leitet GeotIS. Weitere Partner sind die geologischen Dienste der Bundesländer, die Freie Universität Berlin und die Geothermie Neubrandenburg GmbH. Auch der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung hat erstmals Daten aus früheren Bohrungen zur Verfügung gestellt. Das BINE-Projektinfo „Tiefer Erdwärme auf der Spur“ (09/2011) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
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Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
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