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UniDorf-Konzept wird in Kooperation mit Hochschulen der Region entwickelt

09.03.2010
Studenten verschiedener Hochschulen sollen zukünftig im Unidorf Spantekow praktisches Wissen anhand regionaler Gegebenheiten und Probleme erwerben und gleich auch in regional orientierten Forschungs- und Praxisprojekten anwenden.

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Geografen der Universität Greifswald sowie Regionalplaner der Hochschule Neubrandenburg entwickeln diese Idee gemeinsam zu einem realisierbaren Konzept weiter. Damit unterstützen sie den Landkreis Ostvorpommern bei Aufbau von Bildungsangeboten in strukturschwachen Regionen im Rahmen des Programms Lernen vor Ort.


Die Idee des UniDorfs als Keimzelle eines praxisorientierten Wissenstransfers zur Regionalentwicklung ländlicher Räume ist vergangenes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ostvorpommern und der Gemeinde Spantekow entwickelt worden. Seit Oktober 2009 wird nun im Programm Lernen vor Ort an der Umsetzung gearbeitet. Das Programm des Kreises wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie verschiedenen deutschen Stiftungen unterstützt.

Nun geht es darum, die Idee mit Leben zu füllen und die ersten Sommerkurse und Ausbildungseinheiten für Studenten vor Ort in Angriff zu nehmen. Katiarina Grin als Projektkoordinatorin beim Landkreis Ostvorpommern freut sich über die Unterstützung durch die Wissenschaftler. "Dass sich mit Neubrandenburg und Greifswald ausgewiesene Fachleute in der Regionalentwicklung an dieser Machbarkeitsstudie gemeinsam beteiligen, ist für uns ein gutes Zeichen."

Bis Ende März werden die Geografen um Prof. Dr. Wilhelm Steingrube und die Regionalplaner um Prof. Dr. Peter Dehne aus Neubrandenburg die Lehrinhalte für die Sommerkurse festlegen, um mit Semesterbeginn im April Studierende werben zu können. "Wir hoffen, ein spannendes Programm auf die Beine stellen zu können, sodass sich viele engagierte Studenten um eine Teilnahme bewerben", so Projektmitarbeiter Falko Roedel, der selber als Student an solchen Veranstaltungen mitgearbeitet hat. "Die Machbarkeitsstudie ist für uns kein reines Papierprodukt, sondern soll uns auch die Möglichkeit eröffnen, unsere Kapazitäten in der Region für die Region zu bündeln", fasst Prof. Peter Dehne die eigene Erwartungshaltung zusammen. Dr. Peter Heller, Leiter des Projektes Lernen vor Ort im Landkreis Ostvorpommern unterstreicht die praktische Komponente des UniDorfs: "Wenn über studentische Arbeiten hier bei uns im Landkreis etwas Verwertbares erarbeitet wird, dann kann das ein ganz praktischer Prozess des Lernens vor Ort werden, den wir gemeinsam mit allen Bildungsträgern hier anschieben wollen."

Wie der Lernprozess vor Ort mit Vorträgen, Workshops und Fachexkursionen zu einem gegenseitigen Lernprozess zwischen Studenten und regionalen Akteuren werden kann, ist eine Fragestellung, der sich die Machbarkeitsstudie zuwenden wird. Es ist geplant, den ersten Sommerkurs wissenschaftlich auszuwerten und auf Grundlage der gesammelten Erfahrungen das Gesamtkonzept Ende Oktober vorzulegen. Das UniDorf Spantekow soll sich dann auf dieser konzeptionellen Grundlage in den nächsten Jahren weiterentwickeln.

Ansprechpartner

Hauptansprechpartnerin:
Katiarina Grin
Landkreis Ostvorpommern
Integriertes Amt für Kommunales Bildungsmanagement
Projekt "Lernen vor Ort"
Telefon 03971 84-294
K.Grin@landkreis-ostvorpommern.net

Projektbearbeiter und Begleitstudie und Ansprechpartner an den Hochschulen:

Falko Roedel und Enrico Stahlkopf
Institut für Geografie und Geologie der Universität Greifswald
Telefon 03834 86-4531
falko.roedel@uni-greifswald.de
enricostahlkopf@gmx.net

Johann Kaether
Fachbereich Landschaftsarchitektur, Geoinformatik, Geodäsie, Bauingenieurwesen an der Hochschule Neubrandenburg
kaether@hs-nb.de

Wissenschaftliche und Projektleitung:
Prof. Dr. Wilhelm Steingrube
Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald
Prof. Dr. Peter Dehne
Fachgebiet Baurecht/Planungsrecht der Hochschule Neubrandenburg

Jan Meßerschmidt | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.lernen-vor-ort.info/de/205.php
www.yepat.uni-greifswald.de/geo/index.php?id=315

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