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Uni Osnabrück startet DFG-Projekt für mehr Privatsphäre in 3D-Stadtmodellen

11.03.2014

Dr. Martin Kada, Juniorprofessor für Geoinformatik an der Universität Osnabrück, startet ein Forschungsprojekt, um kartographische Abstraktions- und Verschleierungstechniken für 3D-Stadtmodelle zu untersuchen. Die darin zu entwickelnden Techniken sollen dazu dienen, die Privatsphäre von Personen und Einrichtungen im Hinblick auf deren Modellierung, Darstellung und zu schützen. Für dieses Forschungsprojekt erhält der Wissenschaftler von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 246.000 Euro.

Heutzutage sind im Internet frei verfügbare fotorealistische 3D-Modelle von Städten oder Straßen Normalität. Der technologische Trend geht dabei unaufhaltsam in Richtung zu immer mehr Details und höheren Bildauflösungen.

Inzwischen wird auch über die gezielte Erfassung von Innenräumen nachgedacht. Bei all den technischen Möglichkeiten wird allerdings schnell vergessen, dass diese Datensammlung und die daraus abgeleiteten realitätsgetreuen Abbildungen unserer Umgebung auch als ein Eingriff in die Privatsphäre empfunden werden kann.

Bislang unbekannte Blickperspektiven in private Lebensbereiche sind durch heutige Techniken bereits möglich. »Sicherheitsbehörden und Regierungsvertreter äußern immer wieder Bedenken bezüglich der Präsentation sicherheitsrelevanter Standorte, wie zum Beispiel Regierungsgebäude, Atomkraftwerke, Schulen, Kirchen oder medizinische Einrichtungen« so Kada.

»Ein Verpixelungs- oder Unschärfefilter würde zwar die Privatsphäre waren, die Nutzung von 3D-Stadtmodellen jedoch schwer beeinträchtigen«.

»Ziel des Forschungsprojekts ist es, die aus dem Bereich der Datenbanken bekannten Anonymisierungsmaßnahmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten auf 3D‑Stadtmodelle zu übertragen, ohne deren Nutzung durch einen Filter einzuschränken«, so Kada weiter.

Neben den Datenschutzanforderungen der betroffenen Personen und Einrichtungen sollen bei der Wahl und Konfiguration des Abstraktions- und Verschleierungsgrads weitere Aspekte, wie beispielsweise die Lokation beachtet werden.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen in die Definition abstrakter Datentypen für räumliche Datenbanken sowie in Entwürfen zur Integration der Abstraktions- und Verschleierungstechniken in 3D‑Stadtmodellen und Web-Diensten münden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Juniorprofessor Dr. Martin Kada, Universität Osnabrück
Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF)
Barbarastraße 22b, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 3619
E-Mail: mkada@igf.uni-osnabrueck.de

Dr. Oliver Schmidt | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-osnabrueck.de

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