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Dazu haben jetzt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und die Präsidentin der University of Alberta, Prof. Dr. Indira Samarasekera, im Beisein von Regierungsvertretern ein entsprechendes "Memorandum of Understanding" unterzeichnet.
Die für die nächsten Jahre geplante Zusammenarbeit beinhaltet Forschungsthemen wie die umweltfreundliche Nutzung von Ölsanden, die Abtrennung und geologische Speicherung von CO2 (CCS), die Geothermie, die Gewässer- und Bodensanierung sowie die Rekultivierung und Landschaftsgestaltung. "Das sind Felder, in denen Deutschland Spitzenpositionen innehat", so Mlynek. "Wir werden hier unsere Kompetenzen einbringen, damit wichtige Energieressourcen auch international zu ökologisch vertretbaren Bedingungen genutzt werden können. Gleichzeitig ergeben sich neue Chancen für den Technologietransfer und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft."
In die Helmholtz-Alberta-Initiative sollen auch die Forschungskompetenzen der Partner eingebracht werden, um zu erforschen, wie die Ölsande in der Provinz Alberta, die zu den größten Vorkommen der Welt gehören, auf umweltverträgliche Weise genutzt werden können. "Für den absehbaren globalen Energiebedarf der Zukunft liegt hier eine große Rohstoffquelle, deren Förderung jedoch bisher sehr umweltbelastend ist", sagte Mlynek. Es werden beträchtliche Energiemengen benötigt, um das in Form von Bitumen vorliegende Material zu fördern und zu veredeln. Große Mengen Wasser werden zur Ölsandförderung eingesetzt, die anschließend wieder aufbereitet werden müssen. Zudem erfordert der im Tagebau unvermeidbare Landschaftsverbrauch sorgfältige Rekultivierungsmaßnahmen.
In die Initiative bringen zunächst vier Helmholtz-Zentren ihre Expertise ein: Das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Forschungszentrum Jülich.
Mit 36.000 Studenten und einem Fonds von 500 Millionen kanadische Dollar ist die University of Alberta eine der wichtigsten kanadischen Universitäten. Ölsande sind aufgrund der regionalen Bezüge zu den Fördergebieten eines der Hauptarbeitsgebiete der Universität.
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). www.helmholtz.de
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Thomas Gazlig | Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft
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