Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Landnutzung im Wandel" ist Thema des jüngsten Porträts

29.10.2012
Die Fläche in Deutschland wird intensiv genutzt. Nun soll sie auch noch dazu beitragen, Folgen des Klimawandels abzufedern. Wie das gelingen kann, wollen Forscher in einem inter- und transdisziplinären Projekt belegen: Sie arbeiten an einer bundesweiten Strategie für ein intelligentes Landmanagement.
"Landnutzung im Wandel" ist das Thema des jüngsten Porträts des Forschungsschwerpunkts „Nachhaltiges Landmanagement“, das das Projekt "CC-LandStraD" vorstellt.

Die Unterschiede könnten gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite die Altmark im Osten Deutschlands: Gering bevölkert, wenig Siedlungs-und Verkehrsflächen und mehr als 60 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Im Westen dagegen der Rhein-Sieg-Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis: Eine zehnmal höhere Einwohnerdichte, deutlich mehr Siedlungs-, aber viel weniger Agrarfläche. Die vielfältige land- und forstwirtschaftliche Nutzung von Flächen in den beiden Modellregionen ist typisch für viele der rund 300 Landkreise in Deutschland, dennoch sind sie besonders und deshalb ins Visier der Wissenschaft geraten.

Flächennutzung durch Siedlung und Verkehrsinfrastruktur

Foto: André Künzelmann/UFZ

»Wir wollen in den beiden Regionen untersuchen, wie sich Landnutzungsstrategien umsetzen lassen, um so dem Klima zu helfen«, sagt Rosemarie Siebert. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin forscht am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

Vom brandenburgischen Müncheberg aus trägt Siebert gemeinsam mit Wibke Crewett mit ihren Ergebnissen aus dem Teilprojekt »Regionaler Beteiligungsprozess« einen wichtigen Baustein zum Gesamtvorhaben CC-LandStraD bei. Die Abkürzung steht für »Climate Change – Land Use Strategies in Germany«. Das Projekt will die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Landnutzungsformen und dem Klimawandel untersuchen. Ziel ist, nachhaltige Strategien für die Landnutzung in Deutschland zu entwickeln.

Diese sollen nicht nur den Ausstoß von Kohlendioxid mindern und damit das Klima schützen, sondern auch den gesellschaftlichen Anforderungen genügen. Rund 3,5 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung für das noch bis zum Jahr 2015 laufende Vorhaben zur Verfügung, an dem sich 25 Wissenschaftler aus sechs Forschungseinrichtungen beteiligen.

Benjamin Haerdle

Das ganze Porträt finden Sie unter
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/fileadmin/user_upload/
DOCUMENTS/RPs/CCLANDSTRAD/CCLANDSTRAD_WissPortraet_2012-09-26.pdf
Wissenschaftsporträt Nr. 2 erscheint im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

„CC-LandStraD“ ist eines von zwölf Regionalprojekten, welches im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Der Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Landmanagement“ wird durch das wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES (Global Assessment of Land Use Dynamics, Greenhouse Gas Emissions and Ecosystem Services) übergreifend am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und begleitet.

CC-LandStraD
http://www.cc-landstrad.de/
Neben dem Thünen-Institut als federführender Einrichtung sind das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster sowie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung beteiligt. Vom Thünen-Institut wirken die Institute für Ländliche Räume, für Agrarrelevante Klimaforschung, für Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft und für Biodiversität mit.

Projektleitung:
Johann Heinrich von Thünen-Institut
Prof. Dr. Peter Weingarten
Telefon: +49 (0) 531-596-5501
http://www.vti.bund.de/de/startseite/institute/lr/personal/wissenschaftliches-personal/peter-weingarten.html
Projektkoordination:
Johann Heinrich von Thünen-Institut
Dr. Johanna Fick
Telefon: +49 (0) 531-596-5505
http://www.vti.bund.de/de/startseite/institute/lr/personal/wissenschaftliches-personal/johanna-fick.html
Johann Heinrich von Thünen-Institut
Dr. Horst Gömann
Telefon: +49 (0) 531-596-5513
http://www.vti.bund.de/de/startseite/institute/lr/personal/wissenschaftliches-personal/horst-goemann.html

BMBF- Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“
http://www.nachhaltiges-landmanagement.de
Wissenschaftliches Begleitvorhaben GLUES
http://modul-a.nachhaltiges-landmanagement.de/de/wissenschaftliche-begleitung-glues/

Tilo Arnhold | UFZ News
Weitere Informationen:
http://www.cc-landstrad.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde
23.01.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern
18.01.2017 | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie