Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Amesis" berechnet exakte Sonneneinstrahlung

07.05.2012
Hochauflösende Daten geben auch Aufschluss über Wolkenbildung

Wissenschaftler des Istituto di Metodologie per l'Analisi Ambientale und des Istituto per i Beni Archeologici e Monumentali haben ein Verfahren für eine realitätsnahe Berechnung der Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche entwickelt. Das als "Amesis" bekannte Modell öffnet neue Wege für eine effizientere Nutzung der Sonnenenergie auf breiter Anwenderbasis.


Datenblatt: System analysiert Wetterlagen
(Foto: imaa.cnr.it)

Geophysik im Blick

Gegenstand der Entwicklung sind hochauflösende Daten, mit denen die Stärke der Sonneneinstrahlung unter Berücksichtigung der Wolkenbildung ermittelt werden. "Die Intensität der Strahlung unterliegt erheblichen Schwankungen und Unabwägbarkeiten", so Projektleiter Edoardo Geraldi. Neben den astronomischen Einflüssen komme auch eine Stahlenablenkung durch Gase, Aerosole und Wolken zum Tragen.

Außerdem sind geophysikalische Einflussfaktoren wie die Neigung der Erdachse, Längen- und Breitengrad sowie die Höhenstrukturen der Erdoberfläche und Hindernisse verschiedenster Art im Spiel. Bislang wurden diese Einschränkungen anhand von niedrigauflösenden Daten und ohne Angaben zur Spekralstrahlung ermittelt. Auch die Messungen auf Bodenstationen waren einer starken räumlichen Begrenzung und dem Fehlern bei der Interpolation unterworfen.

Zuverlässiges System

Die Unvollständigkeit und fehlende Zuverlässigkeit der in Italien verfügbaren Daten verhindern eine effiziente Nutzung der Sonnennergie. "Das primäre Ziel von Amesis ist deshalb die Bereitstellung von möglichst genauen Strahlungsdaten mit einer Zeitauflösung von 15 Minuten und einer Raumabdeckung von einem Quadratkilometer", so Expertin Filomena Romano. Das Rechenmodell soll ein kontinuierliches und homogenes Info-Material über ganz Europa und Nordafrika liefern. "Neben den aktuellen Daten erstellt Amesis auch Prognosen auf Tages-, Monats- und Jahresbasis sowie bis auf das Jahr 2004 zurückgehende Gegebenheiten."

Bestätigung gefunden hat die Zuverlässigkeit des Modells anhand eines Abgleichs mit den Wetterstationsdaten der World Meteorological Organization und anderen satellitengestützten Systemen. "In der Praxis ergibt sich eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten", so Geraldi. "Sie reichen von der genauen Standortermittlung für Solaranlagen und deren optimaler Territorialverteilung bis hin zur landwirtschaflichen Bodennutzung und Städteplanung." Einzelheiten der von den beiden CNR-Forschungsinstituten durchgegeführten Untersuchung können in der Fachzeitschrift "Ieee- Transactions on Geoscience and Remote Sensing" nachgelesen werden.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.imaa.cnr.it
http://www.ibam.cnr.it

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterschiedliche Erwärmung von Arktis und Antarktis: Forscher sieht Höhenunterschied als Ursache
18.05.2017 | Universität Leipzig

nachricht Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Bewohner der Arktis aus?
18.05.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie