Anzeige
Das Forschungsprojekt ist ein Gemeinschaftsprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (FKZ: 0327453A).
Das Institut für Gebäude- und Energiesysteme der Hochschule Biberach ist dabei Kooperationspartner des Zentrums für Angewandte Energieforschung Bayern und des Instituts für Angewandte Geowissenschaften der Universität Karlsruhe. Dieses sogenannte Drittmittelprojekt ist nur ein Beispiel für die Forschungsaktivitäten der Hochschule.
Der Leiter des Institutszentrums für Angewandte Forschung, Dr. Carsten Merten, kann zu Jahresbeginn eine "absolut positive Bilanz" ziehen: In den insgesamt sieben Instituten der Hochschule wurden 2009 Drittmittel von mehr 1 200 000 € eingenommen, das ist "ein Sprung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", so Merten. Und auch für das gerade begonnene Jahr 2010 geht der Forschungsleiter von deutlich über einer Million Einnahmen aus.
In der Forschung bearbeitet die Hochschule Biberach alle Themenschwerpunkte der Lehre: Holzbau, Konstruktion und Bautechnologie, Architektur und Städtebau, Immobilienwirtschaft und Projektmanagement sowie Geo- und Umwelttechnik, Energie und Biotechnologie. Letztere gehören zu den drittmittelstärksten Forschungsbereichen der Hochschule Biberach, so Merten, wie auch das aktuelle Kooperationsprojekt, das verschiedene Aspekte der Qualitätssicherung bei Erdwärmesonden beleuchtet. Der Bund fördert es mit insgesamt 860 000 Euro, knapp 140 000 € entfallen auf das Biberacher Institut.
Hintergrund des Projektes ist der in den vergangenen Jahren rasch wachsende Markt für diese Möglichkeit der geothermischen Energiegewinnung, die verstärkte Anstrengungen für die Qualitätssicherung im Bereich der Anlagenplanung und der Bauausführung erfordere, erklärt Prof. Koenigsdorff. "Damit Wärmepumpen und Erdwärmesonden die Umwelt tatsächlich entlasten und nicht beeinträchtigen, ist eine hochwertige und gleichermaßen praktikable Qualitätssicherung notwendig". Hierfür testet das Biberacher Institut für Gebäude- und Energiesysteme ein spezielles Messverfahren, das bei den aktuellen Bohrungen zur Anwendung kommt. Mit dem sogenannten Thermal Response Test (TRT) kann festgestellt werden, wie die thermischen Eigenschaften des Untergrundes sowie der fertig gestellten Erdwärmesonde sind; entscheidend für den Biberacher Standort wäre beispielsweise gewesen, so Koenigsdorff, dass das Risstal als ehemaliges Flusstal einen hohen Grundwasserspiegel vorweise und man bei den Bohrungen bereits nach 4 bis 5 Metern auf Wasser stoße. Besondere Begebenheiten, die wichtige Rückschlüsse erlauben.
Ein Ziel des Projektes ist es nun, den Thermal Response Test weiterzuentwickeln: Der Test soll für einfache Standard-Anwendungen kostengünstiger und schneller durchführbar werden, außerdem wird untersucht, inwieweit durch Verfeinerungen der Messtechnik und Auswerteverfahren weitere und bessere Aussagen aus Thermal Response Tests gewonnen werden können. Neben den reinen Forschungsarbeiten erfolgt ein Erfahrungsaustausch auf internationaler Ebene innerhalb des Implementing Agreements "Energy Conservation Through Energy Storage" (ECES) der Internationalen Energieagentur (IEA) mit dem Ziel eine weltweite Verbreitung zu unterstützen. Zur Unterstützung zur späteren Anlagenplanung wird das Software-Tool GEOSYST an der Hochschule Biberach entwickelt, das sowohl das Gebäude als auch die geothermische Wärmequellenanlage betrachtet.
Auch nach Abschluss des Forschungsvorhabens werden die Sonden auf dem Campus-Gelände verbleiben. Ebenso wie die anderen, bereits vorhandenen Erdwärmesonden werden sie für Lehre und Forschung der Hochschule Biberach eingesetzt. Studierende erhalten darüber einen anschaulichen Einblick in die Praxis - etwa bei fächerübergreifenden Untersuchungen im Studienfeld Energie & Klima sowie dem Studiengang Bauingenieurwesen, der als Spezialgebiet die Geotechnik aufgreift.
Anette Schober-Knitz | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hochschule-biberach.de
Weitere Berichte zu: Anlagenplanung > Bohrung > Campus-Gelände > Energiesystem > Erdwärmesonde > Messtechnik > Qualitätssicherung > Thermal > Thermal Response > ultraschnelle Sonde
NASA's TRMM satellite sees heavy rainfall in Tropical Storm Bud
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center
NASA sees Tropical Storm Sanvu continue to intensify
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten