Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Projekt "nanoCARB" entwickelt Messtechnik für Atmosphärenforscher

30.01.2014
Verbesserte Chromatographiesäulen für genauere und schnellere Analysen in der Atmosphärenforschung: Sie sind ein wichtiges Ziel des Projekts "nanoCARB", für das jetzt der Startschuss fiel. Neben dem Forschungszentrum Jülich sind aus der Region die Firmen CS-Chromatographie Service und Chemical Consulting Dornseiffer an dem Vorhaben beteiligt.

Gaschromatographie ist die wichtigste Methode zur Analyse von Gasen und flüchtigen Verbindungen. Dazu werden sie in Kapillarrohren ("Säulen") an speziellen Oberflächen aufgetrennt und anschließend identifiziert und gemessen.

"Im Projekt nanoCARB geht es auch darum, Säulen zu entwickeln, die speziell auf Jülicher Bedürfnisse zugeschnitten sind", erläutert Dr. Robert Wegener vom Institut für Energie- und Klimaforschung.

"Wir benötigen für unsere anspruchsvollen Messungen der Erdatmosphäre im Spurenbereich robuste Säulen, mit denen wir einen großen Bereich an Substanzen analysieren können." Die Kapillarrohre, die der Markt bisher bietet, decken jedoch nur einen bestimmten Substanzbereich ab. Und schließlich sollen die Säulen auch noch schnell arbeiten, damit sie zum Beispiel bei Messflügen sinnvoll eingesetzt werden können.

Das Forschungszentrum und die beteiligten Unternehmen setzen bei ihrer Arbeit an den verbesserten Kapillarrohren auf Nanotechnologie – genauer: auf eine Beschichtung mit Nanopartikeln. Bei "Nano-PLOT", einem früheren gemeinsamen Projekt, experimentierten sie erfolgreich mit oxidkeramischen Nanopartikeln. Jetzt sollen Nanopartikel mit einem anorganischen Kern und organischen Kohlenstoff-Bestandteilen weitere Anwendungsbereiche erschließen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt mit 200.000 Euro aus dem Programm "KMU-innovativ", das kleineren und mittleren Unternehmen zugutekommt. Mit dem Geld wird unter anderem eine Doktorandenstelle für das Projekt am Jülicher Institut finanziert.

Weitere Informationen:

Institut für Energie- und Klimaforschung,
Bereich Troposphäre (IEK-8):
http://www.fz-juelich.de/iek/iek-8/DE/Home/home_node.html

CS Chromatographie Service GmbH:
http://www.cs-chromatographie.de/
Ansprechpartner:
Dr. Robert Wegener, Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8):
Tel. 02461 61-6914
r.wegener@fz-juelich.de
Pressekontakt:
Erhard Zeiss, Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461 61-1841
e.zeiss@fz-juelich.de

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der steile Aufstieg der Berner Alpen
24.03.2017 | Universität Bern

nachricht Internationales Team um Oldenburger Meeresforscher untersucht Meeresoberfläche
21.03.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise