Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

POLARSTERN bricht zum Winterexperiment in die Antarktis auf

12.10.2012
Das Forschungsschiff POLARSTERN bricht am Sonnabend, den 27. Oktober 2012, zu einer außergewöhnlichen Expedition in die Antarktis auf. Das Schiff wird diesmal zu Forschungszwecken im Südpolarmeer überwintern.

Das bedeutet, es wird abgesehen von kurzen Zwischenstationen in den Häfen von Kapstadt (Südafrika) und Punta Arenas (Chile) nicht nur einen Sommer, sondern auch die anschließenden Wintermonate in der Antarktis verbringen und erst im April 2014 nach Bremerhaven zurückkehren. Weltweit gibt es nur einige wenige Schiffe, mit denen Wissenschaftler eine solche Winterexpedition in die Antarktis wagen können.

Die Biologen, Ozeanografen, Physiker und Chemiker an Bord POLARSTERNs wollen im Laufe des Winterexperimentes zwei grundlegenden Forschungsfragen nachgehen. Die erste lautet: Welche Mechanismen lassen das Ökosystem des Südpolarmeeres nach dem langen, kalten und äußerst dunklen Winter wieder zum Leben erwachen? Die zweite: Aus welchen Gründen nimmt die Ausbreitung des antarktischen Meereises leicht zu, während die Meereisbedeckung in der Arktis stetig zurückgeht?

„Uns fehlen bisher aussagekräftige Daten, um diese beiden Fragen beantworten zu können, denn die Antarktis ist eine Region, in der sich im Winter so gut wie kein Schiff aufhält. Die Forschungsmöglichkeiten sind also gering. Aus diesem Grund werden wir bei unserer Winterexpedition Wissenschaftler aus allen großen naturwissenschaftlichen Fachgebieten an Bord haben. Wir wollen unsere Leitfragen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven angehen, um sie anschließend gemeinsam und möglichst umfassend beantworten zu können“, sagt Prof. Dr. Peter Lemke. Er ist der wissenschaftlicher Leiter des Winterexperimentes sowie Sprecher des Fachbereiches Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meereswissenschaften in der Helmholtz-Gemeinschaft.

EINLADUNG AN JOURNALISTEN: Verabschiedung vom Wasser aus – Begleiten Sie POLARSTERN auf der Weser

Wir, die Abteilung Kommunikation und Medien des Alfred-Wegener-Institutes, wollen Sie auf diesem Wege recht herzlich einladen, am Sonnabend, den 27. Oktober 2012, mit uns an Bord des Ausflugsschiffes GEESTEMÜNDE Platz zu nehmen und POLARSTERN auf seiner Fahrt Richtung Nordsee zu begleiten. Sie werden die einmalige Gelegenheit haben, POLARSTERN bei der Schleusenausfahrt von der Weser aus fotografieren oder filmen zu können. Unser Schiff, die GEESTEMÜNDE, wird das Forschungsschiff an der Bremerhavener Nordschleuse empfangen und etwa eine halbe Stunde lang neben dem Eisbrecher die Weser hinunterfahren. Für Interviews stehen Ihnen während dieser Ausfahrt Prof. Dr. Peter Lemke, wissenschaftlicher Leiter des Überwinterungsexperimentes, sowie Dr. Uwe Nixdorf, Leiter der AWI-Logistik zur Verfügung.

Zeitgleich mit POLARSTERN wird ein zweites berühmtes Schiff aus Bremerhaven, das Segelschulschiff ALEXANDER VON HUMBOLDT II auslaufen. An Bord werden 18 Jungen und Mädchen des AWI-Schulprojektes HIGHSEA sein. Die Schüler gehen an diesem Tag ebenfalls auf eine Schiffsexpedition. Diese wird fünf Tage dauern und in die Nordsee führen.

Bitte lassen Sie uns wissen, ob wir Sie am 27. Oktober zur feierlichen Verabschiedung POLARSTERNS an Bord der GEESTEMÜNDE begrüßen können und melden Sie sich bis zum Dienstag, den 23. Oktober 2012, per E-Mail an medien@awi.de an. Für Rückfragen steht Ihnen Sina Löschke (Tel.: 0471 4831-2008; E-Mail: Sina.loeschke@awi.de) zur Verfügung.

Der Ablaufplan im Überblick:
Sonnabend, 27. Oktober 2012:
9:15 Uhr - Treffpunkt am Ausflugsschiff GEESTEMÜNDE, Liegeplatz: Bremerhaven, Westseite des Neuen Hafens, unterhalb des „Zoo am Meer“. Wichtig: Am Anleger sind nur kostenpflichtige Parkplätze vorhanden.
9:30 Uhr - Ablegen der GEESTEMÜNDE; Fahrt Richtung Ausgang Nordschleuse
10:30 Uhr - Polarstern kommt aus der Nordschleuse, gemeinsames Treffen mit ALEXANDER VON HUMBOLDT II, anschließend max. 30 Minuten gemeinsame Begleitung der POLARSTERN durch die ALEX II und die GEESTEMÜNDE

11:15 Uhr - Rückfahrt Richtung Neuer Hafen, Ankunft am Anleger spätestens um 13 Uhr

Weitere Hinweise für Redaktionen: Eine Pressemitteilung zum Winterexperiment werden wir ab dem 26. Oktober für Sie bereithalten. Druckbare Bilder und Videomaterial von vergangenen POLARSTERN-Expeditionen in die Antarktis werden wir ab dem 25. Oktober zur Verfügung stellen können. Ihre Ansprechpartnerin in der Abteilung Kommunikation und Medien des Alfred-Wegener-Institutes ist Sina Löschke (Tel.: 0471 4831-2008; E-Mail: Sina.Loeschke@awi.de).

Folgen Sie dem Alfred-Wegener-Institut auf Twitter (https://twitter.com/AWI_de) und Facebook (http://www.facebook.com/AlfredWegenerInstitut). So erhalten Sie aktuelle Nachrichten, Veranstaltungstipps sowie Informationen zu kleinen Alltagsgeschichten aus dem Institutsleben direkt auf Ihren Bildschirm.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Weitere Informationen:
http://www.awi.de
http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/
http://www.awi.de/de/infrastruktur/schiffe/polarstern/
http://www.awi.de/de/entdecken/school_projects_sea/highsea/

Ralf Röchert | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der steile Aufstieg der Berner Alpen
24.03.2017 | Universität Bern

nachricht Internationales Team um Oldenburger Meeresforscher untersucht Meeresoberfläche
21.03.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise