Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Scherwellenseismik am Erdfall Schmalkalden

26.02.2016

Eine mehrtägige Messkampagne des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG), Hannover, startet am 7. März 2016 im Umfeld des Erdfalls von Schmalkalden. Mithilfe der Scherwellen-Seismik sollen weitere Informationen über Aufbau und Struktur des Untergrundes ermittelt werden, um das generelle Verständnis von Subrosionsprozessen, die zu solchen Erdfällen führen, zu erweitern.

Die Untersuchungsarbeiten umfassen Messungen in bestehenden Bohrungen und Messungen, die es von der Erdoberfläche aus ermöglichen, die Bohrergebnisse in einen räumlichen Zusammenhang zu stellen, um auch abseits der Bohrlöcher Strukturen zu identifizieren, die möglicherweise zum Subrosionsprozess gehören.


Karte zum Messprogramm

LIAG


Minivibrator MHV 4S - Seismische Quelle

LIAG

Im Zuge der grundhaften Strukturerkundung durch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) unmittelbar nach dem Auftreten des Erdfalls im November 2010, führte das LIAG im Januar 2012 eine erste Bohrlochmessung durch. Die vielversprechenden Ergebnisse ermutigen die Wissenschaftler, ihre neuen, jetzt weiter verbesserten Messverfahren in größerem Rahmen zum Einsatz zu bringen.

„Besonders günstig ist unser Verfahren, weil es auch für verhältnismäßig geringe Tiefen, markante Hinweise auf den Wechsel und den Auflockerungsgrad der Gesteine liefert, „sagt Dr. Ulrich Polom, der die neuen Messungen konzipiert hat, “sie liefern uns die Reflektoren, die letztlich den geologischen Bau nachzeichnen. Schmalkalden hat da einiges zu bieten und wir versuchen, es sichtbar zu machen - wenn es auch nicht ganz einfach ist.“

Die Messungen werden vom LIAG, Hannover, in Abstimmung mit dem TLUG durchgeführt. Weitere Infos sowie Details zum Messprogramm entnehmen Sie dem gemeinsamen Info-Blatt von LIAG und TLUG (Anhang).

Institut

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik ist ein eigenständiges Forschungsinstitut für angewandte Geowissenschaften mit geophysikalischer Ausrichtung. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird es als Einrichtung von überregionaler Bedeutung von Bund und Ländern gemeinsam finanziert. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Aufgabe, Strukturen, Zustände und Prozesse im anthropogen beeinflussbaren Untergrund zu untersuchen sowie zur Lösung dieser Fragestellungen neue Gerätesysteme, Messmethoden und Interpretationsverfahren zu entwickeln http://www.liag-hannover.de.

Kontakt

Diplom-Geophysiker Dr. Ulrich Polom
Tel.: 0511 / 643-3555
oder im Gelände: 0170 678 64 13

Weitere Informationen:

http://www.liag-hannover.de Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover
http://www.liag-hannover.de/s/s1.html LIAG Arbeitsgruppe "Seismik und Potenzialverfahren"
http://www.liag-hannover.de/subrosion.html LIAG Arbeitsgruppe "Subrosion"
http://www.thueringen.de/th8/tlug/index.aspx Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

Franz Binot | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Knapp neun Milliarden Tonnen mehr CO2 durch El Niño
19.10.2017 | Max-Planck-Institut für Chemie

nachricht Satelliten erfassen Photosynthese mit hoher Auflösung
13.10.2017 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie