Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NASA schickt Drohnen in Wirbelstürme

14.09.2010
Unbemannte Flugkörper sammeln wertvolle Wetterdaten

Die US-Raumfahrtbehörde NASA führt derzeit mithilfe von unbemannten Flugobjekten Forschungen an Hurrikans durch. Der Hurrikan Earl, der kürzlich die amerikanische Ostküste heimgesucht hat, war die Feuertaufe für eine neue Drohne namens "Global Hawk".


Global Hawk: Sammelt für Meteorologen wertvolle Daten über Hurrikans (Foto: NASA)

Unterstützt von Satelliten und Forschungsflugzeugen sammelte eine kleine Flotte dieser Drohnen Daten im, über und rund um den Hurrikan, die Forschern wertvolle Informationen über diese tropischen Stürme liefern.

Die unbemannten Flugzeuge hoben vom Dryden Flight Research Center in Kalifornien ab und verbrachten einen ganzen Tag im Umfeld des Hurrikans. Einige von ihnen stießen dabei in Höhen von mehr als 19 Kilometern vor und sammelten direkt über dem Sturm Daten über Temperatur, Windgeschwindigkeiten und Niederschlagsmengen.

"Drohnen sind von Nutzen, da man mit ihnen die Risiken für bemannte Flugzeuge minimieren kann", sagt Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes http://www.dwd.de , gegenüber pressetext. Wo es für Forschungsflugzeuge und deren Mannschaften zu gefährlich wäre, können entbehrliche Drohnen wertvolle Informationen sammeln.

Modernste Instrumente

Die Global Hawks sind mit neuesten Messgeräten ausgestattet. Für Bildmaterial sorgt eine an den Drohnen angebrachte HD-Kamera, zusätzlich hat die NASA zwei neue Spezialinstrumente in die Drohne implementiert. Eines sammelt Daten über Windvektoren und die Oberflächenwinde über dem Ozean. Das andere erstellt ein 3D-Modell von Temperatur, Wasserdampf und flüssigem Wolkeninhalt des Hurrikans.

Dass diese Daten für Meteorologen äußerst wertvoll sind, bestätigt Kirsche. "Über Satelliten kann man zwar die Zugbahnen und einige andere Informationen über einen Hurrikan sammeln, die meteorologischen Verhältnisse im Sturm selber müssen aber vor Ort erforscht werden", sagt er. Die direkt im Wirbelsturm gesammelten Daten ermöglichen Wetterforschern dann, das Phänomen Hurrikan besser zu verstehen.

Neue Erkenntnisse führen zu besseren Prognosen

Mithilfe von Drohnen können Forscher beispielsweise die Drehgeschwindigkeiten von Hurrikans erfassen und Aussagen darüber treffen, was dies für das Auf- und Absteigen des darin enthaltenen Wassers bedeutet. "Zudem helfen die im Hurrikan gesammelten Daten, präzisere Vorhersagen darüber zu treffen, wie sich ein Hurrikan weiter entwickelt", weiß Kirsche.

Wetterforscher können durch die Daten, die von Global Hawks gesammelt werden, künftig besser vorhersagen, ob ein Hurrikan auf seinem Weg zum Festland stärker oder schwächer wird. In weiterer Folge können auch Prognosen darüber erstellt werden, wie weit der Sturm ins Landesinnere zieht, bevor er an Stärke einbüßt. "In den USA muss man lernen, mit Hurrikans zu leben. Versteht man sie besser, kann man die Menschen schneller vor den Stürmen warnen und sie besser schützen", verdeutlicht Kirsche die Bedeutung der von Drohnen gesammelten Sturmdaten.

Dominik Erlinger | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.nasa.gov

Weitere Berichte zu: Drohne Forschungsflugzeug Global Hawk Hurrikan NASA Satellit Temperatur Wirbelsturm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät
21.09.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle
19.09.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften