Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Monitoringsystem sagt Erdrutsche voraus

28.01.2011
Kleinste Gesteinsöffnungen werden von Sensoren registriert

Eine Forschergruppe der Außenstelle des Mailänder Polytechnikums in Lecco hat ein bisher einzigartiges Frühwarnsystem für Erdrutsche in Gebirgstälern entwickelt. Mit Hilfe der "Protezione Pubblica Metodologie e Tecnologie Operative" (Prometeo) können auch kleinste Gesteinsöffnungen und -verschiebungen ermittelt werden.

Experimentiert wurde an dem über dem Comersee gelegenen Monte San Martino, der wegen seiner hohen Instabilität gefürchtet wird und damit die Bewohner der darunterliegenden Stadt gefährdet. Ein an dessen Südwand installiertes Sensorsystem übermittelt in Echtzeit Daten an die Koordinierungstelle von Prometeo. "Für hydrogeologische Problemstellungen sind Satellitenaufnahmen leider ungeeignet", erklärte Projektleiter Cesare Alippi. "Auch die traditionellen Methoden bieten keine verlässlichen Vorhersagemöglichkeiten, da sie sich auf die Erweiterung bestehender Felsrisse beschränken und nicht die Abläufe erklären, die zur Abtrennung von Gesteinsmassen führen."

"Belauschen den Berg"

Das von Alippi geleitete multidisziplinäre Team hat deshalb ein System aus herkömmlichen und vom Mailänder Polytechnikum neu entwickelten Sensoren zur Anwendung gebracht, die selbst mikroskopisch winzige Risse im Mineralaufbau des Gesteins erkennen und akute Gefahrensituationen richtig interpretieren. "Gewissermassen belauschen wir den Berg auf jede verdächtige Bewegung", so Alippi.

Zur Durchführung des Projektes hatte die Provinzialverwaltung Lecco organisatorische und finanzielle Hilfe geleistet. Logistische Unterstützung kam von der berühmten Bergsteigergruppe "Ragni della Grignetta", die nach langwierigen Vorbereitungen die Sensoren in der Felswand platzieren konnte.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.polo-lecco.polimi.it/english

Weitere Berichte zu: Alippi Erdrutsche Gesteinsöffnungen Lecco Monitoringsystem Prometeo Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterschiedliche Erwärmung von Arktis und Antarktis: Forscher sieht Höhenunterschied als Ursache
18.05.2017 | Universität Leipzig

nachricht Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Bewohner der Arktis aus?
18.05.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Krebs erregende Substanzen aus Benzinmotoren

24.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich

24.05.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Orientierungslauf im Mikrokosmos

24.05.2017 | Physik Astronomie