Anzeige
Unter der Federführung des Museums für Naturkunde in Berlin haben sich Forscher aus sechs deutschen Instituten zusammengeschlossen, um die Entstehung von Meteoritenkratern mit neuartigen Methoden zu untersuchen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG bewilligte für das innovative Projekt jetzt eine Summe von über 2 Millionen Euro.
"Nahezu alle Planeten und Monde, die eine feste Oberfläche besitzen, sind von Meteoritenkratern übersät. Kosmische Kollisionen zählen damit zu den fundamentalsten Prozessen in unserem Sonnensystem" erklärt Thomas Kenkmann, Leiter der Forschergruppe.
Das Museum für Naturkunde zählt seit Jahren auf dem Gebiet der Meteoritenkrater-Forschung zur internationalen Spitze. Gemeinsam mit dem Ernst-Mach Institut in Freiburg, der Humboldt Universität zu Berlin, dem GeoForschungsZentrum Potsdam, sowie der Universitäten Münster und Stuttgart werden nun die kosmischen Einschlagprozesse im Labor nachgestellt und mit komplexer Messtechnik analysiert. In Europas größter Beschleunigungsanlage werden zentimetergrosse Meteoriten auf 40.000 Stundenkilometer beschleunigt, bevor sie unter realistischen Bedingungen auf Gesteine treffen. Daneben werden an Hochleistungsrechnern mathematische Modellierungen der Einschläge gerechnet und auf reale Kratergrößen extrapoliert.
Das dritte Standbein der Untersuchungen bildet die Analyse realer Krater auf der Erde und anderen Planeten. Bislang wurden auf der Erde 180 Krater entdeckt, deren Größe von wenigen zehner Metern bis 250 Kilometern reicht. Viele Krater warten noch auf ihre Entdeckung. Das Berliner Team untersuchte in den letzten zwei Jahren vier neu entdeckte Kraterstrukturen. Einschlagprozesse steuerten die Evolution der Erde und des Lebens nachhaltig und stellen auch heute ein nicht zu vernachlässigendes Bedrohungsszenario dar, das näher untersucht werden muss. Der im September 2007 in Peru entstandene Meteoritenkrater Carancas ist ein eindrucksvolles Beispiel hierfür.
Fotos erhalten Sie unter: http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Einschlag
Fotocredit: EMI-Freiburg und Museum für Naturkunde Berlin
Bildunterschrift: Entstehung eines Einschlagkraters im Labor. Der 8000 Stundenkilometer schnelle Gesteinsauswurf wird mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgezeichnet (oben). die entstehenden Krater werden digital ausgewertet.
Kontakt:
Dr. Thomas Kenkmann, Geologe, Tel. +49(0)30 2093 8978 Fax. +49(0)30 2093 8565, e-mail thomas.kenkmann@mfn-berlin.de; http://www.naturkundemuseum-berlin.de/mitarbeiter/mitarbeiter.asp?path=aboutus&name=Thomas.Kenkmann
Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914, e-mail gesine.steiner@mfn-berlin.de; www.naturkundemuseum-berlin.de
Dr. Gesine Steiner | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Einschlag
www.museum.hu-berlin.de
Weitere Berichte zu: Bedrohungsszenario > Einschlagprozesse > kosmische Einschlagprozesse > Kosmische Kollisionen > Krater > Kraterstrukturen > Meteoriteneinschläge > Meteoritenkrater > Meteoritenkrater Carancas > Meteoritenkrater-Forschung > Naturkunde > Planet > reale Kratergrößen > Sonnensystem
NASA's TRMM satellite sees heavy rainfall in Tropical Storm Bud
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center
NASA sees Tropical Storm Sanvu continue to intensify
24.05.2012 | NASA/Goddard Space Flight Center
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten