Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meereskundlicher Brückenschlag über den Atlantik

03.06.2011
Deutsch-Kanadische Kooperation in der Meeresforschung besiegelt

Meeresforscher des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und des Halifax Marine Research Institute (HMRI), Halifax, Kanada haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Meereswissenschaften zu stärken.

Das Abkommen wurde im Rahmen der Eröffnung des Halifax Marine Research Institute verabschiedet, die am 2. Juni in Halifax stattfand. Leiter der neuen Einrichtung ist der ehemalige Kieler Meeresforscher Professor Douglas Wallace.

Der Nordatlantik ist für kanadische wie für deutsche Meeresforscher ein wichtiges Arbeitsgebiet. Vor der kanadischen Ostküste, in der Labradorsee, arbeiten Wissenschaftler beider Nationen schon seit vielen Jahren zusammen, um die Prozesse in dieser Schlüsselregion des Weltozeans besser zu verstehen.

Hier liegt eines der wenigen Gebiete, in denen Tiefenwasser gebildet wird, dass wiederum die Stärke des Warmwassertransports in den nördlichen Nordatlantik mit bestimmt und so eine empfindliche Stellschraube des Klimas dieser Region darstellt. Dies ist nur eines von mehreren Arbeitfeldern, das die Meeresforscher beiderseits des Atlantiks in Zukunft verstärkt bearbeiten wollen.

Passender Anlass, die deutsch-kanadische Zusammenarbeit im Bereich der Meeresforschung gerade jetzt zu stärken, ist der Wechsel von Prof. Douglas Wallace vom IFM-GEOMAR an die Dalhousie University in Halifax. Dort erhält der renommierte Meereschemiker, der seit 1998 in Kiel tätig war, eine von 19 Exzellenzprofessuren, die die kanadische Regierung eingerichtet hat, um Forschung in ausgewählten Bereichen zu stärken. Damit verbunden ist eine Forschungsförderung in Höhe von 10 Millionen Kanadischen Dollar.

Professor Wallace wird als „Canada Excellence Research Chair in Ocean Science and Technology“ das neu gegründete Halifax Marine Research Institute leiten. Das Institut wird im Rahmen einer Festveranstaltung am 2. Juni offiziell eröffnet. Der im Anschluss daran stattfindende Workshop mit Teilnehmern verschiedener deutscher und kanadischer Einrichtungen wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Canadian Ministry for Foreign Affairs and International Trade realisiert.

Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung in Kanada“, sagt Prof. Douglas Wallace. „Natürlich gehe ich aus Kiel auch mit einem weinenden Auge. Die 13 Jahre in Kiel und am IFM-GEOMAR waren einen großartige Erfahrung“, so Wallace weiter. „Mit der heute beschlossenen Stärkung der intensiven Forschungskooperation werde ich aber mit vielen Kollegen weiter eng zusammenarbeiten. Der ‚große Teich’ eint uns Meeresforscher ja mehr als er uns trennt“, meint Wallace.

„Wir begreifen den Wechsel von Professor Wallace als Chance und wollen durch Kooperation mit dem HMRI enger zusammenrücken, um mit gemeinsamen Anstrengungen die Herausforderungen auf dem Gebiet der Meeresforschung anzugehen“, kommentiert IFM-GEOMAR Direktor Prof. Dr. Peter Herzig. „Natürlich ist die Lücke, die der Weggang von Professor Wallace bei uns reißt, sehr groß“, so Prof. Herzig weiter. „Aber wir werden sicher eine exzellente Nachfolge finden und überdies durch die nun vereinbarte Kooperation langfristig eng zusammenarbeiten“, meint Herzig, der seinerseits auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des HMRI ist.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Herzig, 0431-600-2800 pherzig@ifm-geomar.de
Dr. Andreas Villwock (Öffentlichkeitsarbeit IFM-GEOMAR), 0431-600-2802, avillwock@ifm-geomar.de

Dr. Andreas Villwock | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifm-geomar.de
http://www.dal.ca/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Meeresforschung in Echtzeit verfolgen
22.02.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Weniger Sauerstoff in allen Meeren
16.02.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften