Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kommunikationsplattform zur 3D-Geologie findet internationale Beachtung

21.01.2010
Die als Initiative zum internationalen Jahr "Planet Erde" 2008 gestartete Internetplattform http://www.3d-geology.de hat eine echte Erfolgsgeschichte hinter sich.

Nach über zweijähriger Laufzeit verzeichnet sie monatlich mittlerweile mehr als 2000 Besucher aus über 50 Ländern, rund ein Viertel davon aus Deutschland. Die Arbeitsgruppe Hydro- und Umweltgeologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) freut sich über die internationale Resonanz - und sieht noch großes Potenzial für die digitale 3D-Geologie.

Ausgangspunkt für die Entwicklung der Plattform war die langjährige fachliche Erfahrung der Arbeitsgruppe und der Wunsch, dreidimensionale geologische Untergrundmodelle in ihrer Anwendung und Bedeutung stärker publik zu machen. Dies sollte gleichzeitig den Wissenschaftsdialog zu diesem Thema im internationalen Jahr "Planet Erde" und auch darüber hinaus anregen.

"Die Plattform hat sich in kürzester Zeit zu einer international stark nachgefragten Domain entwickelt", erklärt Prof. Dr. Peter Wycisk, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der MLU. "Wir freuen uns natürlich, dass wir damit im Google-Ranking zum Thema '3d geology' weltweit unter mehr als 20 000 Nennungen auf Platz eins stehen und dass das breite Interesse am Thema geologische 3D-Modelle und deren Anwendungen deutlich wird." Es sei der Arbeitsgruppe sehr gut gelungen, einen aktuellen Beitrag zur Wahrnehmung des Begriffs "3d geology" im internationalen Rahmen zu leisten.

Ein Teil des Erfolges lag laut Wycisk in der regelmäßigen Überprüfung der Nutzerprofile und der damit verbundenen kontinuierlichen Anpassung der Inhalte und der Struktur der Internetplattform. Diese wurde in der bisherigen Laufzeit mehrfach überarbeitet und stärker nutzerspezifisch und interessenorientiert ausgerichtet. Die Informationen und Präsentationen auf der neuen Plattform richten sich sowohl an Fachleute als auch die interessierte Öffentlichkeit.

"Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Thematik 3D-Modellierung und Visualisierung von Geo-Themen in den letzten Jahren etabliert hat", sagt Prof. Dr. Peter Wycisk. Neben den Entwicklungen in Europa und Nord-Amerika scheine es einen großen Informationsbedarf in Schwellen- und Entwicklungsländern zu geben. Dies sei damit zu erklären, dass dort der Schritt zur Erstellung von gedruckten geowissenschaftlichen Kartenwerken teilweise übersprungen werde. Die geologischen und hydrogeologischen Daten würden oft direkt nach ihrer Erhebung in digitale Geoinformations-Systeme und modellbasierte Arbeiten überführt.

"Dass die digitale 3D-Geologie noch keine alltägliche Anwendung ist, zeigen die bisher in einzelnen Ländern sehr unterschiedlichen klein- oder großräumigen Anwendungen", erklärt Wycisk. "In Europa ist Großbritannien wohl federführend in der flächenhaften Umsetzung von geologischen 3D-Modellen. In Deutschland unterscheiden sich die Aktivitäten in einzelnen Bundesländern sehr deutlich." Die Anwendung von geologischen 3D-Modellen stehe also eher noch am Anfang einer flächenhaften Umsetzung. "Ein guter Grund, der Informationsplattform 3d-geology eine weiterhin internationale und intensive Nutzung als nachhaltige Wirkung des internationalen Jahres 'Planet Erde' zu wünschen."

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Wycisk
Telefon: 0345 55 26134
E-Mail: peter.wycisk@geo.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.3d-geology.de
http://www.geo.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Stagnation im tiefen Südpazifik erklärt natürliche CO2-Schwankungen
23.02.2018 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Birgt Mikroplastik zusätzliche Gefahren durch Besiedlung mit schädlichen Bakterien?
21.02.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics