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Kohlenstoffarme Energieversorgung ist der Schlüssel zu effektivem Klimaschutz

30.06.2009
IPCC-Co-Chair Edenhofer (PIK) sagt: " Wir brauchen gemeinsam anerkannte Modelle klimafreundlicher Energiesysteme zwischen Europa und Amerika"

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Die Stiftung Mercator fördert mit 840.000 Euro ein einzigartiges internationales Forschungsprojekt des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zur Modellierung zukünftiger Energiesysteme.


Unter der Leitung von Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des PIK, wird ein Team aus Deutschland, Italien und den USA politische Handlungsoptionen für die Entwicklung kohlenstoffarmer Energiesysteme untersuchen. Dabei werden technologische und wirtschaftliche Dynamiken ebenso berücksichtigt wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Ergebnisse des dreijährigen Projekts sollen einen Beitrag für den fünften IPCC-Sachstandsbericht leisten, der ein wichtiger Leitfaden für künftige Klimaschutzmaßnahmen sein wird.

Das Projekt "Roadmaps towards Sustainable Energy Futures" untersucht die Kosten unterschiedlicher Entwicklungspfade zu nachhaltigen Energiesystemen. Die Ergebnisse sollen gangbare Wege aufzeigen, ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen. Über die Realisierbarkeit und Kosten der klimafreundlichen Transformation bestehender Energiesysteme gibt es in Europa und den USA unterschiedliche Auffassungen. Am Projekt sind US-amerikanische Wissenschaftler beteiligt, um das gemeinsame Verständnis geeigneter Optionen für die Klimaschutzpolitik zu fördern.

Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator: "Die Stiftung Mercator intensiviert mit diesem Projekt ihr Engagement für die Gestaltung einer klimaverträglichen Zukunft. Die Notwendigkeit einer international abgestimmten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umsteuerung wird immer deutlicher. Hierfür bedarf es wissenschaftlich fundierter Konzepte, die Optionen und Wirkungen politischen Handels aufzeigen. Das Projekt leistet dies auf höchstem wissenschaftlichen Niveau."

Neben einer systematischen Untersuchung von technologischen und ökonomischen Aspekten eines klimafreundlichen Umbaus der Energieversorgung beziehen die Forscher auch erstmals ökologische und soziale Nebenwirkungen technologischer Entwicklungen in ihre Modellierungen ein. Denn ob sich Technologien zeitnah in gewünschtem Umfang realisieren lassen, hängt auch von der damit verbundenen Änderung der Stoffströme und gesellschaftlichen Faktoren ab.

"Dieses Projekt wird für die transatlantische Klimapolitik von zentraler Bedeutung sein, weil zum ersten Mal gemeinsam ein US-amerikanisches mit zwei europäischen Forschungsinstituten die Kosten und Strategien des Klimaschutzes für eine 2-Grad-Welt untersuchen werden", sagt Ottmar Edenhofer, Vize-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Leiter des Forschungsprojekts.

Über die Stiftung Mercator:

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen - gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft - ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Über das PIK:

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen Globaler Wandel, Klimawirkung und Nachhaltige Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erforschen die Belastbarkeit des Erdsystems und entwerfen Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung von Mensch und Natur.
Die interdisziplinären Einsichten sind robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Das Institut berät nationale und regionale Behörden und zunehmend auch globale Organisationen wie die Weltbank. Das PIK wurde 1992 gegründet und beschäftigt heute rund 240 Mitarbeiter.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Christiane Reusch
Leiterin Kommunikation
Stiftung Mercator
Tel.: + 49 (0) 201 245 22 42
Fax: + 49 (0) 201 245 22 22
E-Mail: reusch@stiftung-mercator.de

Uta Pohlmann und Patrick Eickemeier
Pressestelle
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Tel.: + 49 (0) 331 288 25 07
E-Mail: presse@pik-potsdam.de

Christiane Reusch | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.stiftung-mercator.de
www.pik-potsdam.de

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