Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jülich ist „World Calibration Center“ für Stickoxide

03.12.2013
Die „World Meteorological Organisation“ (WMO) der Vereinten Nationen hat das Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre, zum „World Calibration Center“ (WCC) für Stickoxide ernannt.
Diese „Welt-Eich-Einrichtungen“ gehören zum „Global-Atmosphere Watch“ (GAW)-Programm der WMO. Sie sorgen dafür, dass innerhalb des globalen Beobachtungsnetzwerks von klima- und gesundheitsrelevanten Luftschadstoffen die Messungen einem bestimmten Standard entsprechen und damit überall auf der Welt gleich sind.

Die Entscheidung der WMO kam nicht von ungefähr: Die Jülicher Troposphärenforscher sind seit Jahrzehnten maßgeblich an der Entwicklung der Messgeräte für Stickoxide beteiligt. Außerdem betreiben sie bereits seit 1995 das WCC für Ozonsonden, das von Dr. Herman Smit geleitet wird.

Für das neue WCC für Stickoxide in Jülich ist Dr. Franz Rohrer verantwortlich. Zu den zukünftigen Aufgaben des Jülicher Wissenschaftlers gehört es, die gegenwärtig weltweit zwölf Messstationen für Stickoxide beim Betrieb der Geräte und bei der Auswertung der Daten zu unterstützen, regelmäßig Audits durchzuführen und die entsprechenden Prädikate zu vergeben. Rohrer wird außerdem in bestimmten Abständen Kampagnen durchführen, bei dem die beteiligten Messstationen untereinander ihre Messungen vergleichen.

Die WMO ernannte darüber hinaus den Jülicher Troposphärenforscher Dr. Martin G. Schultz zum Vorsitzenden der wissenschaftlichen Beratungsgruppe (Science Advisory Group) für reaktive Spurengase. Das Gremium hat die Aufgabe, das GAW-Messnetz zu planen, die Richtlinien und Qualitätsstandards zu erarbeiten und das Messprogramm wissenschaftlich zu begleiten. „In den nächsten Jahren wollen wir die Integration verschiedener Messplattformen wie Bodenstationen, Flugzeuge, Schiffe oder Satelliten vorantreiben und GAW-Daten vor allem für die Modellierung der Atmosphäre besser nutzbar machen“, so Schultz. Das Gebiet der reaktiven Spurengase umfasst eine Vielzahl von Substanzen, von denen derzeit vor allem Ozon, Kohlenmonoxid, Stickoxide und einige Kohlenwasserstoffe im Rahmen des GAW- Programms gemessen werden.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre:
http://www.fz-juelich.de/iek/iek-8/DE/Home/home_node.html

Informationen zu Stickoxiden:
www.fz-juelich.de/iek/iek-8/DE/Forschung/ReaktiveSpurenstoffe/StickoxidChemie/stickoxide_node.html

World Meteorological Organisation:
http://www.wmo.int

Informationen zum “Global Atmosphere Watch Programme” (GAW):
http://www.wmo.int/pages/summary/prog_description_en.html#gaw

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Satelliten erfassen Photosynthese mit hoher Auflösung
13.10.2017 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht Erforschung des grönländischen 79°-Nord-Gletschers
12.10.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik