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Integrierte Umweltforschung auf der Zugspitze

03.04.2009
Augsburger Wissenschaftler untersuchen als neue Partner in der UFS Schneefernerhaus "Auswirkungen des Globalen Wandels in einem sensitiven Hochgebirgsraum".

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In diesem Jahr feiert die Umweltforschungsstation (UFS) Schneefernerhaus - exponiert am Südhang der Zugspitze gelegen - ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2007 existiert ein Konsortialvertrag mit dem Ziel, die UFS zu einem international vernetzten Kompetenzzentrum für Höhen- und Klimaforschung fortzuentwickeln.


Seit dem 1. Januar 2009 ist auch die Universität Augsburg Konsortialpartner der UFS. "Damit bauen wir unsere Umweltforschungsaktivitäten in einem höchst renommierten wissenschaftlichen Umfeld weiter aus", so der Klimaexperte Prof. Dr. Jucundus Jacobeit, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Physische Geographie und Mitglied des Augsburger Wissenschaftszentrums Umwelt (WZU).

Dem auf Deutschlands höchstem Berg forschenden Konsortium gehören neben dem Freistaat Bayern so namhafte Institutionen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK), das Helmholtz-Zentrum München (ehemals GSF), das Umweltbundesamt (UBA), der Deutsche Wetterdienst (DWD) sowie die Ludwig-Maximilians-Universität und die TU München an. In naher Zukunft wird auch die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) dem Konsortium beitreten.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten der UFS bewegen sich auf den Feldern Regionales Klima und Atmosphäre, Satellitenbeobachtung und Früherkennung, Globale Atmosphären-Beobachtung, Umwelt- und Höhenmedizin, Kosmische Strahlung und Radioaktivität sowie Bio- und Geosphäre.

Integrierte Umweltforschung im Zugspitzgebiet

Die Universität Augsburg ist dem Konsortium mit dem Leitthema "Integrierte Umweltforschung im Zugspitzgebiet - Auswirkungen des Globalen Wandels in einem sensitiven Hochgebirgsraum" beigetreten. "Wir bringen hier Arbeitsfelder ein", so Jacobeit, "die vor allem am Institut für Geographie der Fakultät für Angewandte Informatik sowie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und an unserem Wissenschaftszentrum Umwelt (WZU) fortentwickelt werden." Dabei handelt es sich um Klimaforschung und Geoökodynamik, CO2-Bilanzierung, Ressourcenstrategie, Aerosolforschung und Physik der Atmosphäre. Im Einzelnen werden sich die Vorhaben der integrierten Umweltforschung im Kontext Schneefernerhaus auf folgende Fragestellungen konzentrieren:

Von der Erfassung des Klimawandels bis zur Förderung des Umweltwissens

o Erfassung und Modellierung des Klimawandels im Zugspitzgebiet, Vergleichsmessungen von Klimaparametern und Langzeitanalyse der Klimavariabilität im nordalpinen Bereich

o tracerhydrologische Untersuchungen auf dem Zugspitzplatt und Analyse des hochalpinen Wasserhaushalts vor dem Hintergrund der sich ändernden klimatischen Verhältnisse

o Monitoring der sich ändernden Wald- und Baumgrenze sowie pflanzensoziologische Aufnahmen und Studien zur Sukzession auf ehemaligen Gletscherflächen

o differenzierte Erfassung der Steinschlaggefährdung durch Untersuchungen zu Feuchteverteilung und Feuchtebewegungen im Gestein im Zusammenhang mit der Entstehung von Sprengdruck beim Gefrieren

o Ausweitung der in Augsburg betriebenen Aerosolforschung auf den hochalpinen Bereich

o Erfassung und gezielte Förderung des Umweltwissens bei Besuchern des Zugspitzgebietes.

"Wir freuen uns darauf, uns mit diesen Vorhaben aktiv in die UFS Schneefernerhaus einbringen und in einem Konsortium so renommierter Forschungsinstitutionen mitwirken zu können", so Jacobeit.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Jucundus Jacobeit
Lehrstuhl für Physische Geographie und Quantitative Methoden
Universität Augsburg
D-86135 Augsburg
Telefon ++49/821/598-2662
jucundus.jacobeit@geo.uni-Augsburg.de

Klaus P. Prem | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.schneefernerhaus.de
www.wzu.uni-augsburg.de/
www.geo.uni-Augsburg.de/lehrstuehle/phygeo/personal/jacobeit/

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