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Innovative Technologien zur Erkundung des Untergrundes

02.12.2008
Die gezielte Förderung der Entwicklung innovativer Technologien zur Untersuchung der geologischen Strukturen im Untergrund festigt die Spitzenposition Deutscher Ingenieurwissenschaften im weltweiten Vergleich.

Mit einem Fördervolumen von rund 4 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neuste Technologienentwicklungen für den Tunnelbau und für die Untersuchung des geologischen Untergrundes in dicht besiedelten Regionen. Zusätzlich zu den Fördermitteln des Ministeriums kommen noch einmal 1,2 Millionen Euro Eigenmittel der beteiligten Industriepartner.

Im Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN werden unter dem Motto "Innovative Technologien im Tunnelbau" Methoden entwickelt, die es erlauben, noch während des Bohrbetriebs eine Vorerkundung des voraus liegenden Gesteins mit so genannten seismischen Wellen durch zu führen. Bislang waren diese Untersuchungen nur bei Stillstand der Maschinen machbar. Durch die Integration der Vorerkundung in den eigentlichen Bohrbetrieb wird erheblich Zeit eingespart. So werden Tunnelprojekte auch finanziell leichter planbar. Die drei Projekte, die unter dem Dach des FuE-Schwerpunktes zusammen gefasst sind, haben potente Industriepartner: neben Herrenknecht, der Eduard Züblin AG und Hochtief sind zahlreiche weitere Klein- und Mittelständige Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen und Universitäten beteiligt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der geologischen Strukturen im Untergrund unter urbanen Großräumen. Das Projekt HADU - der dynamische Untergrund Hamburgs - befasst sich mit dieser Aufgabenstellung am Beispiel der Hansestadt. Die Herausforderung besteht darin, im Großstadtbereich seismische Messungen durchzuführen, die mit Hilfe von Schallwellen und deren Reflektionen im Untergrund ein 3-dimensionales Bild der geologischen Strukturen ermöglichen. Dabei wirken die durch den Alltag einer Großstadt erzeugten seismischen Wellen störend. Hier ein Nutzsignal zu generieren, dass eindeutig aus dem Rauschen der Stadt heraus zu filtern ist, ist Ziel des Projektes.

Die Wissenschaftler im Themenschwerpunkt "Innovative Technologien zur Erkundung des Untergrundes" im Rahmen des FuE-Programms GEOTECHNOLOGIEN treffen sich am Dienstag, 2. Dezember 2008 in der Universität Braunschweig zu einem Statusseminar. Hier wollen die Geowissenschaftler und Ingenieure miteinander die aktuellsten Fragen und Ergebnisse diskutieren und die bisherige Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Ort: Seminarraum Halle 1 des iBMB,
Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz
Beethovenstraße 52
38106 Braunschweig
Beginn 9:00 Uhr, Ende ca. 17:00 Uhr
Mehr zum Seminar und zu den Forschungsprojekten
unter www.geotechnologien.de

Simon Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.geotechnologien.de

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