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Eine halbe Milliarde für Klima-Innovation - EU-Kommissarinnen im Climate-KIC

23.02.2012
Gleich zwei EU-Kommissarinnen sind heute in Berlin zu Gesprächen bei der Europäischen Wissens- und Innovationsgemeinschaft Klima (Climate-KIC). Rund eine halbe Milliarde Euro will dieses Zentrum gemeinsam mit seinen Partnern in Klima-Innovation stecken, europaweit und innerhalb von nur drei Jahren.

Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten hier zusammen, um rascher als bisher aus Forschung auch Produkte und Dienstleistungen zu machen - gemeinsam wollen sie die Wende zum Klimaschutz schaffen, hin zu einer industriellen Revolution in Richtung Nachhaltigkeit. Gefördert werden etwa Unternehmen im Bereich Elektromobilität. Nach der Gründung 2010 startet das Projekt jetzt durch.

"Wir sind entschlossen, in die Unternehmer von morgen zu investieren, um die Innovationsfähigkeit der EU zu stärken. Damit wir weiter an der Weltspitze mithalten", sagt Androulla Vassiliou, in Brüssel Kommissarin für Bildung. Forschungs-Kommissarin Maire Geoghegan-Quinn erklärt: "Um ein so komplexes Problem wie den Klimaschutz anzupacken, ist der integrierte Ansatz des KICs mit Bildung, Forschung und Innovation genau das Richtige. Climate-KIC bringt Forscher, Industrie und andere zusammen, um radikale Veränderungen unserer Produktions- und Konsumgewohnheiten zu ermöglichen." Climate-KIC (abgekürzt für Knowledge and Innovation Community) ist eine Einrichtung des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie.

Rund ein Fünftel der Mittel, die das Climate-KIC mit seinen Partnern einsetzt, fließt nach Deutschland. Klimafreundliche Produkte und Prozesse bieten ganz Europa große Marktchancen; die Bundesrepublik zeigt sich hier erneut als Technologieführer.

"Wenn Europa die große Transformation schaffen will, muss es Innovation beschleunigen"

Einer der Gründer des Climate-KIC und jetzt dessen Aufsichtsratsvorsitzender ist Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er hat geholfen, hochrangige Partner zusammen zu bringen wie etwa die Konzerne Bayer Technology Services und Electricité de France auf der einen Seite und Imperial College London und Eidgenössische Technische Hochschule Zürich auf der anderen. "Wenn Europa die große Transformation zur Nachhaltigkeit schaffen will, muss es Innovation beschleunigen. Genau das ist Aufgabe des Climate-KIC. Noch ist das eine junge Einrichtung, aber dieses neue Kind Europas hat nun das Zahnen hinter sich - und kann sich jetzt richtig in seine Aufgabe verbeißen", so Schellnhuber.

"Das Climate-KIC ist etwas wirklich Neues: eine europäische Community, die innovative Industrieprojekte vorantreibt, unternehmerisches Denken fördert und Bildungsangebote bereitstellt. Alles auf ein Ziel ausgerichtet: die Erderwärmung zu begrenzen, CO2 zu reduzieren - und Produkte auf die Märkte zu bringen, die mithelfen, unsere Welt lebenswert zu erhalten", erklärt Hans-Jürgen Cramer, Direktor von Climate-KIC Deutschland und zuvor Chef des Energiekonzerns Vattenfall Europe. "Wir stellen dazu europäische Fördermittel, europäische Netzwerke und Kontakte zu den besten europäischen Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Das ist in dieser Einfachheit und Intensität einmalig auf der Welt."

Kontakt für weitere Informationen:

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Pressestelle
Telefon: +49 (0)331 288 2507
E-Mail: presse@pik-potsdam.de

| PIK Potsdam
Weitere Informationen:
http://www.pik-potsdam.de

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